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	<title>Lehrredaktion Online</title>
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	<description>Übung Onlinejournalismus - Institut für Publizistik, Uni Mainz</description>
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		<title>Lehrredaktion Online</title>
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		<title>Der All-in-one-Pressemann</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 21:14:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kiessler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So schnell wie noch nie erreichen uns heutzutage die Nachrichten aus den entfernsten Ecken der Welt. “Die Zukunft hat bereits begonnen!” &#8211; schreien die Werbeslogans verschiedener Internetanbieter. Zieht man die Internetgebühren nicht in Betracht, so kann man sagen, dass jeder Mensch sich jederzeit mit einem einzigen Mausklick völlig kostenfrei den Zugang zur Information jeder Art [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=onlinejournalismus.wordpress.com&blog=3309032&post=4460&subd=onlinejournalismus&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>So schnell wie noch nie erreichen uns heutzutage die Nachrichten aus den entfernsten Ecken der Welt. “Die Zukunft hat bereits begonnen!” &#8211; schreien die Werbeslogans verschiedener Internetanbieter. Zieht man die Internetgebühren nicht in Betracht, so kann man sagen, dass jeder Mensch sich jederzeit mit einem einzigen Mausklick völlig kostenfrei den Zugang zur Information jeder Art verschaffen kann. Wenn noch vor einigen Jahren das schriftliche Wissen hauptsächlich auf dem Papier festgehalten und ausschließlich in privaten oder öffentlichen Bibliotheken bzw. in den Zeitschriftläden zu finden war, braucht man sich heute nicht mal vom Fleck zu rühren um seine Neugier zu befriedigen.</p>
<p><span id="more-4460"></span>Im Gleichschritt mit der Evolution der Massenmedien entwickeln sich auch die damit zusammenhängenden beruflichen Tätigkeitsrichtungen. Als einer der möglicherweise modernsten Vermittler zwischen dem Geschehen und dem Leser gilt der Online-Journalist. Sein Arbeitsablauf unterscheidet sich im bestimmten Sinne vom klassischen Journalismus, aber es ist kein grundsätzlicher Unterschied, sondern ehe eine zeitlich bedingte Ergänzung zu bereits bestehenden traditionellen Vorgangsabfolgen.</p>
<p>Im Vergleich zur Vergangenheit sieht die Gegenwart immer mehr neue Technologien vor. Die mediale Technik wird immer komplizierter, aber gleichzeitig schafft sie einfachere Bedienung und gibt mehr Möglichkeiten für die Gestaltung multimedialer Contents.<br />
Heute vereinigt ein Online-Journalist in seiner Person gleich mehrere Arbeitsfunktionen. Neben seiner ursprünglichen Aufgabe der Recherche und des Schreibens übernimmt er mithilfe der zusätzlichen technischen Mitteln wie ein PC oder eine Fotokamera die Herstellung der zum thematischen Material passenden  Medieninhalten. Zugleich trägt er häufig die Verantwortung für das “Design” seines Artikels. Aus diesem Grund muss jeder solcher Berufstätiger ausreichende Kenntnisse im Umgang mit den Hard- bzw. Software nachweisen und über einen bestimmten Grad an Kreativität verfügen. Sonst riskiert man trotz einem ausgezeichneten Schreibetalent eine unvollständige Entfaltung seiner Eindrücke vor den Augen des Lesers vorzustellen, die mindestens ein unangenehmes Gefühl der Selbstunzufriedenheit zu Folge haben könnte.<br />
So erscheint der moderne Online-Journalist als ein universeller All-in-one- Pressemann, der in der Lage ist, in jede Zeit und von jedem Ort aus ein fertiges Informationsprodukt  auf dem Internetressource seiner Redaktion der ganzen Welt zu präsentieren.</p>
<p>Bei einem Wunsch die direkte Kritik zu seinem Schaffen zu erleben bzw. einen Dialog mit dem Leser im Bezug auf ein Thema aufzunehmen, ist es für die Autoren mittlerweile machbar geworden, ein Diskussionsfeld gleich unter dem Bericht auf der Internetseite zu eröffnen. Dadurch erhält ein Online-Journalist die Möglichkeit zu erfahren, wie die Leser auf den Stil und Methoden seiner Arbeit reagieren; was sie bei einem bestimmten Zug des Autors gut oder schlecht finden. Auf diese Weise bekommt man  zum Beispiel Verbesserungsvorschläge oder zieht daraus eigene Schlussfolgerungen, die einen erheblichen Beitrag zu späteren Erfolgen in der persönlichen journalistischen Laufbahn leisten können.</p>
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		<title>Die Bildungsaktivisten &#8211; ein Blick hinter die Kulissen.</title>
		<link>http://onlinejournalismus.wordpress.com/2009/11/19/die-bildungsaktivisten-ein-blick-hinter-die-kulissen/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 03:37:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kiessler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsstreik]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
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Ant &#8211; Student-Hochsemestler und Mitwirkender beim AK Protest.
Ob man durch den Uni-Campus auf seinem Fahrrad zu einer Vorlesung rast oder sich in die Stadt zum Einkaufen begibt, sieht man diese Woche überall wo man hinguckt ausdrucksvolle Protesttransporente und Leute mit Stapeln von Flyers in den Händen, welche die umherziehende Passanten anzusprechen versuchen. Wer sind diese [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=onlinejournalismus.wordpress.com&blog=3309032&post=4334&subd=onlinejournalismus&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/img_2064_3.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4335" title="Ant. Student-Hochsemestler und Mitwirkender beim AK Protest" src="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/img_2064_3.jpg?w=455&#038;h=268" alt="" width="455" height="268" /></a></p>
<h4>Ant &#8211; Student-Hochsemestler und Mitwirkender beim AK Protest.</h4>
<p>Ob man durch den Uni-Campus auf seinem Fahrrad zu einer Vorlesung rast oder sich in die Stadt zum Einkaufen begibt, sieht man diese Woche überall wo man hinguckt ausdrucksvolle Protesttransporente und Leute mit Stapeln von Flyers in den Händen, welche die umherziehende Passanten anzusprechen versuchen. Wer sind diese Leute?<br />
Die Antwort auf diese Frage bekommen wir aus der ersten Hand und zwar von einem der Bildungsaktivisten namens Ant. Er ist 24 Jahre alt und macht gerade seinen Hochschulabschluss. Und obwohl er bald mit seinem Studium fertig wird und die neuen Studienregelungen ihn eigentlich nicht mehr betreffen, setzt er sich trotzdem für die Rechte der Studierenden ein, dazu noch als Mitwirkender beim Arbeitskreis  “AK Protest“.</p>
<p><span id="more-4334"></span><em><span style="color:#000000;">Was bringen deiner Meinung nach solche Protestaktionen wie der aktuelle Bildungsstreik bzw. die Besatzung der alten Mensa einem Durchschnittsstudenten an der Uni Mainz?</span></em></p>
<p><strong>Ant:</strong> Also ein Durchschnittsstudent bzw. eine Durchschnittsstudentin, ob sie jetzt Philosophie und Physik und gleichzeitig auf Lehramt oder sonst was studieren, werden vom Streik auf jeden Fall mitbekommen. Es ist einfach unmöglich die rumhängende Transparente und das, was sich am Tage auf dem Campus abgespielt, zu übersehen. Auf die Frage, ob jeder sich dadurch auch angesprochen fühlt, kann ich mit Ja und Nein antworten. Immer wieder kommen Leute her, die über den Protest durch ihre Freunde erfahren haben. So wollen sie sich das noch mal mit eigenen Augen anschauen und werden eigentlich auch überrascht. Es sind also immer gut gelaunte nette Menschen mit denen ich ins Gespräch komme und sie zu informieren versuche. Es gibt hier aber auch Leute, die ganz normal reguläre Vorlesungen besuchen, und wenn die aus dem Hörsaal kommen oder dahin gehen, zeigen sie sich nicht so interessiert. Vielleicht ist es so, weil sie gerade andere Sachen im Kopf haben, wie zum Beispiel einfach raus an die frische Luft zu gehen und schnell eine Zigarette zu rauchen, oder so schnell wie möglich nach Hause zu fahren, um zu lernen. Bei der einzelnen Ansprachen entwickeln sich je nach Vermittlungsart entweder gute Gespräche mit  positiven Äußerungen und Nachfragen, ob die Forderungen, die man hier sich überlegt hat, so wichtig sind,  oder die Leute umgehen uns einfach und meinen keine Lust bzw. keine Zeit dafür zu haben. Aber gerade bei solchen Leuten, die meinen sie hätten keine Zeit, kann man den Zeitmangel gleich damit argumentieren, dass die Einführung von Bachelor und Master einen Ungleichgewicht von Studienzeit und Stoffmenge aufweist und einen gewissen Zeitdruck zu Folge hat, den die Studenten massiv spüren und solche durch unsere Ansprechungen verursachten Zeitbremsungen verweigern. Ich denke mal, dass jeder Student  mehr Zeit für die Sachen haben soll, die einen selbst interessieren und sich nicht nur damit beschäftigen, was man vom Dozent bzw. von Prüfungsamt vorgeschrieben bekommt. Genau darüber wollen wir den Leuten erzählen. Darum geht es auch in einem Gebiet des Streiks.</p>
<p><em><span style="color:#000000;">Wie hast du die gestrige Vollversammlung erlebt?  Welche negative oder positive Bilanz kannst du ziehen?</span></em></p>
<p><strong>Ant:</strong> Ich selbst war gestern nicht dabei, aber weiß, dass es nur mehrere Hunderte und kein Tausend Menschen daran teilgenommen haben. Es ist also mit Sicherheit ehe ein schwaches Ergebnis für die Studierendenschaft der Uni Mainz insgesamt, die zur Zeit ungefähr 34 000 Studenten zählt. Gefragt wurde, ob die Vollversammlung sich mit der Forderung der Studierenden und mit dem Anliegen von AK-Protest einverstanden erklärt. Diese beiden Fragen wurden in gewisser Weise mit Ja beantwortet, was uns sehr erfreut. Allerdings kann so etwas nur mit der Rückhaltung der Studierenden funktionieren. Dank ihnen hatten wir wirklich die Möglichkeit und Argumentationsmasse bei der Verhandlung mit dem Komitee einen richtig starken Eindruck zu machen, einen Nachdruck aufzustellen, und uns dadurch dem erwünschten Ziel zu nähern.</p>
<p><em><span style="color:#000000;">Hast du an der Demonstration teilgenommen? Wenn ja, wie fandest du die?</span></em></p>
<p><strong>Ant:</strong> Ja natürlich. Heute bei der Demonstration waren sehr viele Schüler dabei, ich denke sogar mehr als Studenten. Und insgesamt bei der Studierendenschahft habe ich das Gefühl, dass es immer nur Vertreter der Kreisen von Bildungsaktivisten bzw. Gremien sind, die sich zu den Demos zusammenfinden. Am sonnten sieht man dort nur noch vereinzelte Gruppierungen und tolerante Menschen. Die breite Masse und vielleicht die bereits erwähnten Durchschnittsstudenten versammeln sich am wahrscheinlichsten anderswo, aber nicht bei der Veranstaltungen, in den es um den Bildungsstreik geht und nicht direkt bei den Aktionen aus dem Streikprogramm, die hier stattfinden.</p>
<p><em><span style="color:#000000;">Was glaubst du wie die Situation sich in der Zukunft weiter entwickeln wird? Hast du da ehe ein optimistisches oder pessimistisches Gefühl?</span></em></p>
<p><strong>Ant:</strong> Ich wüsste nicht was mir ein pessimistisches Gefühl bringen sollte. Grundsetzlich bin ich der Meinung, dass die Einführung von Bachelor und Master die allgemeinen Erwartungen nicht erfüllt hat. Die Umsetzung und Koalition des Bildungsstreiks zeigt, dass Bachelor und Master-Studiengänge in ihrer jetzigen Form nicht tragbar sind und geändert werden müssen. Es ist deswegen wichtig , dass man nicht sagt: “Ich will die   alten Diplom und Magisterstudiengänge zurück“, obwohl einige das sich vielleicht wünschen, sondern sich mit der Studiengangsneuerungen hauptsächlich auseinander setzt und sie irgendwie so verändert, dass sie studierbar sein werden. Da muss noch viel gemacht werden. Zugleich bin ich überzeugt, dass man jetzt vor allem die inhaltliche Arbeit in den Vordergrund stellen sollte. Dabei ist es unmöglich ohne solchen organisierten Strömungen wie AK Protest auszukommen, die sich den Kampf für die Rechte der Studenten und gegen das Reformenchaos zur Aufgabe gemacht haben.</p>
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		<title>Ohne Bildung bleiben alle doof!</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 21:19:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>saru6</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungsstreik]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist ein verregneter, kalter November-Morgen. Ich stehe pünktlich um 11 Uhr vor dem Mainzer Hauptbahnhof und beobachte eine kleinere Ansammlung von Studenten, die sich bereithalten zu demonstrieren. Viele sind es noch nicht, die sich unter ihren Schirmen und zu Regenjacken umfunktionierten Einkaufstüten verstecken.
Einige wurden mit Capes, Trillerpfeifen und Flaggen von der GEW und Ver.di [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=onlinejournalismus.wordpress.com&blog=3309032&post=4315&subd=onlinejournalismus&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Es ist ein verregneter, kalter November-Morgen.</strong> Ich stehe pünktlich um 11 Uhr vor dem Mainzer Hauptbahnhof und beobachte eine kleinere Ansammlung von Studenten, die sich bereithalten zu demonstrieren. Viele sind es noch nicht, die sich unter ihren Schirmen und zu Regenjacken umfunktionierten Einkaufstüten verstecken.</p>
<p><a href="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/dsc016271.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-4329" title="Transparent mit der Aufschrift &quot;Nur Chuck Norris schafft den Bachelor in der Regelstudienzeit&quot;" src="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/dsc016271.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>Einige wurden mit Capes, Trillerpfeifen und Flaggen von der GEW und Ver.di ausgestattet, andere halten ihre selbst gemachten Transparente hoch. <strong>„Ohne Bildung bleiben alle doof“</strong>, heißt es auf einem in Anlehnung an Sheepworld. Daneben sitzen traurig blickende, doofe Schäfchen. Das Lachen kann ich mir nicht verkneifen und freue mich über so viel Humor.<span id="more-4315"></span></p>
<p>Ich warte und denke während dessen über die Forderungen meiner politisch engagierten Kommilitonen nach. Zum Glück werden Flyer verteilt und helfen so meinem Gedächtnis auf die Sprünge. Beim Überfliegen fällt mir schon auf, was beim genaueren Lesen deutlich wird: die Verfasser schreiben sehr philosophisch. <strong>Es ist von Hierarchien, einer Klassengesellschaft, der usurpierenden Wirtschaft und Überzeugungstätern (damit sind übrigens zukünftige A</strong><strong>rbeitnehmer gemeint) die Rede.</strong> Ich bin verwirrt und das nicht nur wegen der philosophischen Ausdrucksweise.</p>
<p>Außerdem soll die Uni demokratisiert und die Gebühren für Langzeitstudis abgeschafft werden. Was ist denn mit Demokratisierung gemeint und wie soll das durchgeführt werden? Die Flyer helfen mir nicht weiter, auf ihnen stehen nur Ideale und Parolen.</p>
<p><strong>Ist das jetzt eine Demonstration für die Verbesserung unserer Studienbedingungen oder eine gegen den Kapitalismus?</strong> Oder schließt etwa der Ruf „Bildung für alle und zwar umsonst“ beide Forderungen ein? Und überhaupt dachte ich, dass wir in Deutschland die Soziale Marktwirtschaft haben.</p>
<p>Für eine Nachbesserung der Hochschulreform bin ich auch und dafür, dass genug Master-Plätze für die Bachelor-Studierenden geschaffen werden. Außerdem brauchen wir mehr Dozenten, größere Räume und sehr viel mehr Geld. <strong>Es ist nämlich nicht in Ordnung, dass wir Seminare in maroden Gebäuden, eingepfercht in viel zu kleine Räume, besuchen müssen.</strong> Es ist auch nicht okay, dass im Zuge der Bachelor/Master-Umstellung den Studierenden der alten Studiengänge nicht mehr die Veranstaltungen angeboten werden, die laut Studienordnung Pflicht sind.</p>
<p>Auf dem Lastwagen, der während der Demo als fahrende Bühne dient, taucht der erste Redner auf. Ich schaue hoch. Aus den paar Leuten sind schon eine ganze Menge geworden, der Bahnhofsvorplatz ist voll. Ein Kamerateam ist auch da und interviewt eine Demonstrantin. Auf der Ladefläche hat während dessen ein Besetzer des Audimax das Wort. Er erzählt mit heiserer Stimme von <strong>Besetzung, Hoffnung und Idealen</strong>.</p>
<p>Endlich setzt sich der Demonstrationszug in Bewegung.<strong><a href="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/dsc01621.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4323" title="Studenten protestieren vor dem Bildungsministerium" src="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/dsc01621.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></strong> <strong>„Wir sind h</strong><strong>ier,</strong><strong> wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut“ hallt es durch die gesperrten Straßen.</strong> Inzwischen haben sich mehr als 2.000 Demonstranten eingefunden, die an den Flanken des Zuges von etwa 250 Polizisten begleitet werden. Ich fühle mich sicher. Die Route führt uns am Rande der Neustadt Richtung Bildungsministerium, wo dem Bildungsstaatssekretär Forderungen der Mainzer und Koblenzer Aktivisten übergeben werden.</p>
<p>Nach dem Marsch durch die Stadt inklusive einiger Stopps zum Rede halten und Stimmung machen gibt es noch eine finale Kundgebung vor dem Mainzer Staatstheater. Ein Weihnachtsbaum verdeckt den jungen Mann auf der Ladefläche, der mit kläglicher Stimme verlangt, die Anwesenden sollen ihm ihre Kraft geben für diesen Kampf. Ich denke mir meinen Teil und bin froh, dass der Baum schon aufgestellt ist.</p>
<p>Ich habe genug von der Demo. Zwar hat es inzwischen aufgehört zu regnen, doch mir ist kalt und das Imprägnier-Spray auf meinen Schuhen hat nicht gehalten. <strong>Die beschriebenen Ideale entsprechen nicht meinen</strong> und ich überlege, ob es für mich richtig war, mit zumarschieren. Vielleicht war es das sogar, allein dieser Erkenntnis und den lustigen Bannern wegen.</p>
<p>Ich verlasse die Demonstration mit einer inneren Leere und Flyern, die zur Anarchie und Suppe-Essen für Afrika aufrufen.<!--more--></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/onlinejournalismus.wordpress.com/4315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/onlinejournalismus.wordpress.com/4315/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/onlinejournalismus.wordpress.com/4315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/onlinejournalismus.wordpress.com/4315/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/onlinejournalismus.wordpress.com/4315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/onlinejournalismus.wordpress.com/4315/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/onlinejournalismus.wordpress.com/4315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/onlinejournalismus.wordpress.com/4315/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/onlinejournalismus.wordpress.com/4315/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/onlinejournalismus.wordpress.com/4315/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=onlinejournalismus.wordpress.com&blog=3309032&post=4315&subd=onlinejournalismus&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Protestdemo &#8211; Studenten üben Kritik am Bildungssystem</title>
		<link>http://onlinejournalismus.wordpress.com/2009/11/18/protestdemo-studenten-uben-kritik-am-bildungs-system/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 20:51:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muelli01</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsstreik]]></category>
		<category><![CDATA[muelli01]]></category>

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		<description><![CDATA[Dunkel, düster und vor allem verregnet präsentiert sich der Dienstagmorgen. Ausgerechnet am Tag der langersehnten zweiten Ausgabe der Bildungsstreik &#8211; Demo gießt es wie aus Kübeln. Eigentlich kein gutes Wetter, um auf einen neuen Teilnehmerrekord zu hoffen. Dennoch zeigt sich hier das große Engagement der Studenten, denn mit über 2300 Teilnehmern wird die ursprüngliche Einschätzung [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=onlinejournalismus.wordpress.com&blog=3309032&post=4221&subd=onlinejournalismus&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/img_2578.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4241" title="Proteszug der Demonstranten" src="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/img_2578.jpg?w=177&#038;h=132" alt="Proteszug der Demonstranten" width="177" height="132" /></a>Dunkel, düster und vor allem verregnet präsentiert sich der Dienstagmorgen. Ausgerechnet am Tag der langersehnten zweiten Ausgabe der Bildungsstreik &#8211; Demo gießt es wie aus Kübeln. Eigentlich kein gutes Wetter, um auf einen neuen Teilnehmerrekord zu hoffen. Dennoch zeigt sich hier das große Engagement der Studenten, denn mit über 2300 Teilnehmern wird die ursprüngliche Einschätzung der Veranstalter bei weitem übertroffen.</p>
<p><span style="background-color:#ffffff;"><a href="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/img_2600.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-4243" title="Plakat Bildungsmisere" src="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/img_2600.jpg?w=178&#038;h=132" alt="Plakat Bildungsmisere" width="178" height="132" /></a></span></p>
<p>Eine der Teilnehmerinnen ist die 25- jährige Maja. Sie studiert Publizistik und Pädagogik im fünften Semester an der Uni Mainz. Für LeOn stellt sich die polnische Studentin der Frage, was sie besonders am Bachelor stört und was man tun kann, um die aktuelle Bildungssituation zu verbessern.</p>
<p><span style="background-color:#ffffff;"><span id="more-4221"></span><br />
</span></p>
<p><em><strong>LeOn</strong>: Hallo Maja, w</em><span style="background-color:#ffffff;"><em>as hat dich bewogen hier heute, trotz des schlechten Wetters, teilzunehmen?</em></span></p>
<p>Maja: Ich wollte mich mit den anderen Studenten solidarisieren, trotz schlechtem Wetter. Heute wird nicht nur in Mainz bzw. Deutschland gestreikt, sondern so, wie ich es mitbekommen habe, auch in vielen verschiedenen Ländern, was noch die Bedeutsamkeit dieses Streiks betont. <span style="background-color:#ffffff;">Ich finde es wirklich wichtig, die Situation an den deutschen Hochschulen zu verbessern und ich find es echt gut wie die deutschen Studenten um ihre Bildung kämpfen.<br />
</span></p>
<p><em><strong>LeOn</strong>: Letzten Sommer gab es ja schon einmal eine große Demonstrationsveranstaltung in Mainz. Denkst du sie hat etwas bewirkt?</em></p>
<p>Maja: Es hat nicht viel bewirkt und deshalb sind wir heute wieder hier.</p>
<p><em><strong>LeOn</strong>: Was denkst du persönlich über die Forderungen der Streikenden? <em>Glaubst du sie sind in dieser Form durchsetzbar?</em></em></p>
<p>Maja: Forderungen wie mehr Lehrpersonal, mehr finanzielle Mittel und der Masterstudiengang für alle, sind meiner Meinung nach durchsetzbar. Es muss  nur mehr Geld in die Bildung investiert werden. Deutschland gibt relativ wenig für die Bildung aus, im Vergleich zu anderen Ländern.</p>
<p><em><strong>LeOn</strong>: Fühlst du dich selbst direkt betroffen durch die Bildungsmisere? </em></p>
<p>Maja: Ja, es werden immer weniger Seminare und Vorlesungen angeboten. Ziemlich oft sind die Räume total überfüllt. Manchmal muss man dann  auf dem Boden sitzen, was unangenehm ist und deshalb schwänze ich die überfüllten Seminarräume.</p>
<p><em><strong>LeOn</strong>: Was stört dich persönlich denn vor allem am Bachelor?</em></p>
<p>Maja: Ich studiere auf Magister, daher habe ich nicht viel mit dem Bachelor &#8211; Studiengang oder den Bachelor &#8211; Studierenden zu tun. Allerdings finde ich die Sache, dass es immer weniger Seminare bzw. Vorlesungen für Magister angeboten werden, belastend. Immer wieder bekomme ich leider mit, dass wichtige und interessante Veranstaltungen nicht mehr angeboten werden, eben wegen Umsetzung auf Bachelor und Master. Ich finde das nicht in Ordnung.</p>
<p><em><strong>LeOn</strong>: Letzte Woche wurde ja die alte Mensa besetzt, wodurch Veranstaltungen wie z.B. die Jobbörse abgesagt werden mussten. Findest du das in Ordnung?</em></p>
<p>Maja: Ich habe kein Problem damit. Manchmal geht es eben nicht anderes.</p>
<p><em><strong>LeOn</strong>: Teilweise kam es auf dem Campus zu Schmierereien an Wänden die einen inhaltlichen Bezug zur Besetzung der Mensa und zum Bildungsstreik haben. Ist diese Form von Vandalismus für dich vertretbar?</em></p>
<p>Maja: Es hängt davon ab, wo die Schmierereien gemacht wurden. Viele Gebäude der Uni Mainz sind sowieso in ziemlich schlechtem Zustand, daher wäre das für mich nicht so schlimm. Wenn es sich allerdings um neu renovierte  Gebäude handelt wäre ich damit nicht einverstanden.</p>
<p><em><strong>LeOn</strong>: Zu guter Letzt: Was hältst du von „Streikbrechern“ die sich nicht beteiligen und normal ihre Veranstaltungen besuchen?</em></p>
<p>Maja: Ich finde, dass jeder selbst entscheiden sollte was er für richtig hält. Aber ich bin dabei und finde es gut so.</p>
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			<media:title type="html">Proteszug der Demonstranten</media:title>
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			<media:title type="html">Plakat Bildungsmisere</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Fünf oder Fünftausend</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 20:34:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>faschlink</dc:creator>
				<category><![CDATA[FaSchlink]]></category>
		<category><![CDATA[Lokale Bands]]></category>
		<category><![CDATA[Soulpop]]></category>
		<category><![CDATA[WagnerLove]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Soul-Popband WagnerLove aus dem Rhein-Main-Gebiet über ihr Leben zwischen dem Mainzer Campus und gefüllten Hallen in Japan

Was war das Überwältigendste, das euch in eurer Musikkarriere widerfahren ist?

TILLMANN (Bassist): Als wir in Japan nach dem Konzert - ich glaube es war in Osaka oder in Fukuoka- rauskamen und Leute im Kreis um uns standen und applaudiert haben. Diese ganzen Leute! Wo du erst mal nicht wusstest, wer das jetzt ist. Das waren Leute von Radiosendern, Plattenfirmen, die einfach so einen Kreis um uns gebildet hatten und applaudierten! Und man musste dann zu denen gehen und sich verbeugen und vorstellen und dann haben die einen ganz unterwürfig begrüßt.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=onlinejournalismus.wordpress.com&blog=3309032&post=4265&subd=onlinejournalismus&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Die Soul-Popband WagnerLove liebt jedes Publikum. </strong><strong>Das Quartett</strong><strong> aus dem Rhein-Main-Gebiet über ein Leben zwischen dem Mainzer Campus und gefüllten Hallen in Japan</strong></p>
<div id="attachment_4293" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/WagnerLove.jpeg"><img class="size-medium wp-image-4293 " title="Formation des WagnerLove Quartetts in schwarzen Anzügen und Sneakers vor weißem Hintergrund" src="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/original1.jpeg?w=200&#038;h=300" alt="Soulpop-Quartett in schwarzen Anzügen und Sneakers" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">WagnerLove</p></div>
<p><em>Was war das Überwältigendste, das euch in eurer Musikkarriere widerfahren ist?</em></p>
<p>TILMANN (Bassist): Als wir in Japan nach dem Konzert &#8211; ich glaube es war in Osaka oder in Fukuoka- rauskamen und Leute im Kreis um uns standen und applaudiert haben. Diese ganzen Leute! Wo du erst mal nicht wusstest, wer das jetzt ist. Das waren Leute von Radiosendern, Plattenfirmen, die einfach so einen Kreis um uns gebildet hatten und applaudierten! Und man musste dann zu denen gehen und sich verbeugen und vorstellen und dann haben die einen ganz unterwürfig begrüßt..</p>
<p><span id="more-4265"></span></p>
<p>RAVEL (Keyboards): Ja, definitiv Japan. Für mich waren es die Werbeplakate und Pappaufsteller, die in Japan in den Ganzen Stores standen. Weil ich mir denke, das sind vier Typen aus dem Rhein-Main-Gebiet, die dort jetzt abgebildet sind. Beworben werden. Riesengroß! Auf Ständern mit Fotos von uns, – in Tokio! Also eigentlich absurd. Beeindruckend. Völlig unvorstellbar! Vier Heinis haben so ein Glück – und das sind so viele Zufälle, die dazu führen, dass das so passiert. Das ist einfach überwältigend.</p>
<p><em>Nur zwei von vielen Geschichten aus Japan? Das klingt, als gebe es noch mehr&#8230;</em></p>
<p>TILMANN: Ja, auch das erste Konzert in Japan, wo wir überhaupt nicht wussten, was uns erwartet und wir kommen auf die Bühne und der Laden ist voll gepackt mit Leuten, die einfach nur da sind um uns zu sehen – da hat keine andere Band gespielt an dem Abend – die sofort von Anfang an abgehen und die Texte mitsingen und völlig abfeiern, und ich denk, wo bin ich denn jetzt hier eigentlich? Das ist vollkommen absurd!<br />
RAVEL: Ja, die Absurdität, dass da Menschen sind, Radiomoderatoren, die auch schon viel gesehen haben und sich wirklich freuen, uns in Tokio zu begrüßen&#8230;<br />
MARCEL (Schlagzeug): &#8230;die aufgeregt sind! Weil wir da reinkommen!<br />
RAVEL: Die denken, wir sind Stars oder so was.</p>
<div id="_mcePaste"><em> </em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Seid Ihr das nicht?</em></div>
<div><em> </em></div>
<div id="_mcePaste">
<div id="_mcePaste">RAVEL: In Japan vielleicht ein bisschen. (grinst)</div>
<div id="_mcePaste">Da wurden wir am Flughafen von Mädels begrüßt. Mit Geschenken. So japanische Süßigkeiten und Küsschen und so.</div>
<div id="_mcePaste"><em> </em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Ist es euch leichter gefallen, in die große weite Welt zu gehen und mit der Band durchzustarten, weil ihr alle als Plan B ein Studium in der Tasche habt – für den Fall, dass es mit der Musikkarriere nicht klappt?</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste">
<div id="_mcePaste">TILMANN: Ja klar, also wir sind ja alle Studenten. Marcel studiert Politik in Mainz, Ravel macht Jura und ich bin jetzt fertig mit Medienwissenschaft und Politik und es ist uns auch schon wichtig gewesen, noch was anderes zu machen. Jacob (Gesang) studiert Musik; bei ihm ist das ein bisschen anders, er bildet sich halt einfach als Musiker aus. Wir haben aber auch alle damit schon vor WagnerLove angefangen. Ravel, Marcel und ich wollten uns weiterbilden auf einem anderen Gebiet und uns nicht nur als Musiker ausbilden um dann auf dem freien Markt als Musiker bestehen zu müssen.</div>
<div id="_mcePaste">MARCEL: Verdient man ja eh nichts, weil heute keiner mehr Platten kauft.</div>
<div id="_mcePaste"><em> </em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Bei welchem Publikum seid ihr mehr aufgeregt, beim lokalen oder beim internationalen?</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste">
<div id="_mcePaste">TILMANN: Gute Frage.</div>
<div id="_mcePaste">RAVEL: Ich bin natürlich nie aufgeregt! Nee ich bin immer aufgeregt!</div>
<div id="_mcePaste">MARCEL: Ich eigentlich auch.</div>
<div id="_mcePaste">TILMANN: Ja also man muss auch unterscheiden, zum Beispiel bei einem Abend wie heute denkt man eigentlich „Heimspiel“, aber dadurch, dass heute auch noch zwei andere Bands spielen, weiß man nie genau, sind die jetzt für die da oder für uns? Mögen die unsere Musik vielleicht gar nicht? Muss man die erst überzeugen? Stimmt der Sound, klappt alles?</div>
<div id="_mcePaste">RAVEL: Also es gibt Situationen, wie heute Abend in der Räucherkammer im Schlachthof, da passen so um die 200 Leute rein. Wenn dann fünf dastehen würden, würde ich vor Aufregung kaum spielen können. Wenn der Laden voll ist, dann ist’s egal, weil dann haben die Leute eh Spaß. Aber wenn’s da so leer ist, kotzt das die Leute selbst an.</div>
<div id="_mcePaste"><em> </em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Kam das schon mal vor, dass Ihr vor fünf Leuten gespielt habt?</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste">
<div id="_mcePaste">MARCEL: Wir haben auch schon vor niemandem gespielt. (lacht)</div>
<div id="_mcePaste">RAVEL: Genau, wir haben schon mal vor KEINEM gespielt, das war in Limburg. Sommer. Das war so ein ganz kleiner Laden, wo vielleicht fünfzig Leute reinpassen und wie gesagt, es war Sommer und die Leute saßen alle draußen und haben was getrunken und keiner kam rein. Wir haben angefangen zu spielen, Til hat sich die Schuhe ausgezogen und hat mit dem Bass auf der Tanzfläche alleine getanzt, weil keiner da war.</div>
<div id="_mcePaste">TILMANN: Wir haben schon vor fünf Leuten und wir haben schon vor 5.000 Leuten gespielt. Bei Lenny Kravitz waren es sogar 8.000!</div>
<div id="_mcePaste">RAVEL: Ja da waren wir auch sau aufgeregt. Aber auch echt auf den Punkt!</div>
<div id="_mcePaste">TILMANN: Man braucht ja auch diese Aufregung, dieses Adrenalin, wenn man auf die Bühne kommt, damit man richtig bei der Sache ist.</div>
<div><em><br />
Wie kam es dazu, dass ihr als Vorgruppe für Lenny Kravitz gespielt habt?</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste">
<div id="attachment_4300" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/WagnerHerz.jpg"><img class="size-medium wp-image-4300 " title="Schlagzeug von WagnerLove mit Herzaufdruck, eingetaucht ins rote Umgebungslicht der Räucherkammer im Schlachthof" src="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/img_13471-e1258575241175.jpg?w=225&#038;h=300" alt="WagnerHeartDrumset" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">WagnerLove in der Räucherkammer des Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden</p></div>
</div>
<div>RAVEL: Korruption, wie immer. (lacht) Nee, also wir sind ja bei der gleichen Plattenfirma wie Lenny Kravitz, also bei EMI. Und die Plattenfirma hat beim Management von Lenny Kravitz angefragt, ob das Hannover-Konzert schon mit einem Voract verbucht sei. Und dann hat sich das Management nicht gemeldet, weil die sich nie melden, wenn da jemand deutsches nachfragt. Egal wer das ist. Dann hat die Plattenfirma herausgefunden, dass er keine Vorband hat für Hannover und hat angefragt, ob WagnerLove als Vorband für Lenny Kravitz spielen könne. Und dann hat sich bis eine Woche vor dem Konzert niemand gemeldet. Dann haben sie gesagt, wir können kommen, müssen aber alles selbst besorgen, also Technik etc. Das war ein ganz schöner Akt für unsere Plattenfirma.</div>
<div id="_mcePaste"><em> </em></div>
<div><em>Musikstile haben meist ihre spezifischen Idole und Images. </em></div>
<div><em>Mit Popmusik, wie ihr sie macht, verbindet man keine HipHop-Gangster, Hard-Rocker oder die Elektro-Partycrowd.</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Habt ihr die Erfahrung gemacht, dass man zu Musik mit eingängigeren Melodien, die keine vermeintlich coole Randgruppe repräsentiert, weniger steht?</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste">TILMANN: Da hole ich mal ein bisschen aus, darüber, wie man sich als Band so entwickelt und sich behaupten muss. Das passiert ja oft durch eine Indie-Szene, durch die lokale Musikszene und kleine Clubs. Da hatten wir am Anfang schon ein bisschen zu kämpfen, weil wir eben nicht so Indie-Rock oder so gemacht haben, sondern eben poppigere Musik, die auch im Radio laufen kann und so. Aber dadurch, dass wir halt schon ’ne richtige Live-Band sind die das dann auch auf der Bühne anders rüberbringen kann, als das auf der Platte klingt, sind die Leute gewöhnlich eher positiv überrascht, als dass sie sagen, oah das ist ja Popmusik, das find ich doof.</div>
<div id="_mcePaste">Aber grundsätzlich ist dieses Identifikationspotential halt bei kommerzieller Popmusik schon nicht so da, wie bei Indie-Musik oder generell Subkultureller Musik.</div>
<div><em><br />
Lasst ihr deswegen in eure Live-Auftritte auch andere Stile einfließen?</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste">RAVEL: Na ja, es ist uns halt auch einfach zu langweilig, das Album einfach runterzuspielen.</div>
<div id="_mcePaste">TILMANN: Es ist ja auch ein ganz anderes Arbeiten, als wenn man im Studio aufnimmt. Wie man die Instrumente spielt und wie man sich ausdrückt. Live versucht man ja auch immer zu unterhalten. Das machen die großen Popacts zum Teil, indem sie irgendwelche krassen Tanzperformances aufs Parkett legen und dazu wie Britney Spears playback singen. Wir wollen einfach dieses Live-Feeling aufkommen lassen und versuchen eben jenen Entertainment-Effekt durch die Live-Performance zu schaffen. Indem wir improvisieren, Sachen abändern und so eben die Sachen zum Teil mal ganz anders spielen, als sie auf dem Album sind.</div>
<div><em><br />
Das geht – wie ich heute hörte &#8211; bis ins Covern beziehungsweise Zitieren?</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste">RAVEL: Ja es sind ja nie ganze Cover-Stücke. Wir mischen mal was rein; spielen etwas an etc. Wir finden es schön, den Leuten mitzuteilen, was wir selbst gerne hören, oder was die Einflüsse sind. Um auch so ein bisschen die Bandbreite unserer musikalischen Sozialisation zu zeigen.</div>
<div id="_mcePaste">TILMANN: Hat natürlich auch den Grund, dass man die Leute so noch mal mitnehmen kann. Es gibt ja immer Leute, die vielleicht nicht so häufig auf Live-Konzerten sind oder vielleicht einfach nicht so musikaffin, dass sie sich gleich in einen unbekannten Live-Song einfühlen können und da holen wir die Leute dann mit Songausschnitten ab, die sie alle kennen und geben ihnen so ein bisschen was, woran sie sich festhalten können.</div>
<div><em><br />
Ich habe heute einen neuen Song gehört&#8230; gibt es noch mehr?</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste">TILMANN: Ach ja, „Sur la plage“, der war nicht auf dem deutschen Album drauf, sondern nur auf der Japan-Release, da waren 15 Lieder drauf – in Deutschland nur 12. Der ist aber auch schon älter. Ansonsten basteln wir an neuen Ideen, haben aber keinen Druck bis irgendwann was veröffentlichen zu müssen. Deswegen sind wir da völlig frei und probieren Sachen aus und wenn uns was gefällt, dann bringen wir es raus. Völlig ungezwungen jetzt erst mal.</div>
<div><em><br />Was ist aus „Lets get connected“ geworden?</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste">RAVEL: Was? Woher weißt du denn davon?</div>
<div id="_mcePaste">TILMANN: Ja den hast du (Ravel) doch mal mit Jacob gejammt.</div>
<div id="_mcePaste">RAVEL: Den mussten wir mal bei Antenne Thüringen spontan unplugged spielen, weil die vier songs eingeplant hatten, wir aber nur 3 hatten. Den Song gibt’s gar nicht, das war nur so ein Entwurf&#8230; den haben wir dann ad-hoc gespielt und es hat funktioniert. Wir haben viele Songs in der Art und manchmal denken wir uns erst einen Titel aus und schreiben dann den Song&#8230; (lacht) Nein, das passiert eigentlich nicht.</div>
<div><em><br />Letztes Jahr der Titelsong zum Hollywoodstreifen „Love Vegas“, dieses Jahr habt ihr auf dem Summersonic Festival neben u.A. Mando Diao, Lady Gaga, Beyoncé, Placebo und Linkin Park gespielt &#8211; was ist das nächste nahe liegende Ziel von WagnerLove?</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste">TILMANN: Marcel schließt hoffentlich bald sein Studium ab. (lacht) Ich hab da immer ein Auge drauf.</div>
<div id="_mcePaste">MARCEL: Er ist da ein bisschen wie mein Pate! (lacht)</div>
<div id="_mcePaste">TILMANN: Jein, also wir widmen seitdem wir das machen sehr viel Zeit der Musik. Und haben auch vor, das weiter zu tun.</div>
<div id="_mcePaste">Aber es jetzt nicht so, dass wir alles andere an den Nagel hängen, nur weil wir da irgendwie Land sehen oder ein bisschen erfolgreicher sind, als vielleicht andere lokale Bands. Das ist jetzt für uns nicht ausschlaggebend um zu sagen, so wir brechen jetzt unser Studium ab, schmeißen alles hin und machen nur noch Musik. Also so nicht.</div>
<p></p>
<div><em>Wie lange könnt ihr euch noch vorstellen, Musik zu machen?<br /></em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste">ALLE einstimmig: Für immer!</div>
<div id="_mcePaste">MARCEL: Auch wenn irgendwann aus 5.000 wieder nur fünf Leute im Publikum geworden sein sollten.</div>
<div style="text-align:right;"><em>fas</em></div>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/onlinejournalismus.wordpress.com/4265/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/onlinejournalismus.wordpress.com/4265/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/onlinejournalismus.wordpress.com/4265/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/onlinejournalismus.wordpress.com/4265/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/onlinejournalismus.wordpress.com/4265/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/onlinejournalismus.wordpress.com/4265/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/onlinejournalismus.wordpress.com/4265/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/onlinejournalismus.wordpress.com/4265/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/onlinejournalismus.wordpress.com/4265/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/onlinejournalismus.wordpress.com/4265/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=onlinejournalismus.wordpress.com&blog=3309032&post=4265&subd=onlinejournalismus&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Formation des WagnerLove Quartetts in schwarzen Anzügen und Sneakers vor weißem Hintergrund</media:title>
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			<media:title type="html">Schlagzeug von WagnerLove mit Herzaufdruck, eingetaucht ins rote Umgebungslicht der Räucherkammer im Schlachthof</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>FILM(Z) ab&#8230;</title>
		<link>http://onlinejournalismus.wordpress.com/2009/11/18/filmz-ab/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 19:54:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kruemel88</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[kruemel88]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://onlinejournalismus.wordpress.com/?p=4169</guid>
		<description><![CDATA[Noch wenige Stufen hinab. Dann durch die Tür. Wir sind da. Gedämpftes Licht und eine schwüle Luft umgeben uns. Es ist voll. Stimmengewirr, Lachen, und ein balkanartiger Sound vereinen sich zu einem Klangteppich. Und natürlich hängen da die Plakate an den Kellerwänden. Auch die vielen Flyer und Programmhefte sind nicht zu übersehen. Die FILMZ-Vorfreude-Party im [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=onlinejournalismus.wordpress.com&blog=3309032&post=4169&subd=onlinejournalismus&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Noch wenige Stufen hinab. Dann durch die Tür. Wir sind da. Gedämpftes Licht und eine schwüle Luft umgeben uns. Es ist voll. Stimmengewirr, Lachen, und ein balkanartiger Sound vereinen sich zu einem Klangteppich. Und natürlich hängen da die Plakate an den Kellerwänden. Auch die vielen Flyer und Programmhefte sind nicht zu übersehen. Die FILMZ-Vorfreude-Party im DGB-Keller ist in vollem Gange.<span id="more-4169"></span></p>
<p><strong>Was hat es mit FILMZ auf sich?</strong></p>
<p><a href="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/filmz-logo-q2003.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4184" title="Filmz Logo" src="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/filmz-logo-q2003.jpg?w=150&#038;h=112" alt="Filmz Logo" width="150" height="112" /></a>Aber wer oder was ist FILMZ überhaupt? Mit FILMZ geht das erste Langfilmfestival in Rheinlandpfalz in die neunte Runde. Organisiert wird das „Festival des deutschen Films“ seit 2001 von der ehrenamtlich arbeitenden Kulturinitiative Brainstream e.V.. Diese hat sich der Förderung der Kino-und Filmkultur verschrieben. Der deutschsprachigen Filmwelt soll eine Gelegenheit  geboten werden, der Öffentlichkeit einen Einblick in ihr Schaffen zu ermöglichen. Und nicht nur das. Bei den Filmen werden Regisseure, Schauspieler und andere Mitarbeiter anwesend sein. Nach jedem Film wird die Möglichkeit bestehen, direkt mit Ihnen in den Dialog zu kommen und mehr über das jeweilige Werk zu erfahren. Los geht’s am Dienstag den 24.11. 2009. Von da an warten auf Filmliebhaber bis  Sonntag jeden Tag eine Vielzahl von Filmen, die speziell für dieses Festival ausgewählt wurden.<br />
Aus zahlreichen Filmeinreichungen wurden dieses Jahr zwölf –nicht mehr zehn wie die Jahre davor – Langfilme und zwölf mittellange Filme ausgesucht. Auch Liebhaber von Dokumentar- und Kurzfilmen werden nicht zu kurz kommen.</p>
<p>FILMZ ist nicht nur eine Plattform für deutschsprachige Filmproduktionen. Die Energie und Leidenschaft, die in die Werke gesteckt wurden, sollen auch belohnt werden. Dafür erhält jeder Zuschauer eine Stimmkarte, um im Anschluss an den Film seine Bewertung abgeben zu können. So erhalten die Gewinner der jeweiligen Kategorie verschiedene Preise. Der beste Langfilm  erhält den Publikumspreis „Das Mainzer Rad“  sowie ein Preisgeld in Höhe von 1000€, das von der Mainzer Stadt gestiftet wird. Auch der Publikumsfavorit des Kurzfilmwettbewerbs sowie die drei ersten Plätze des regionalen Kurzfilmkontest werden nicht leer ausgehen.</p>
<p><strong>Es beschleicht einen das Gefühl Polka tanzen zu wollen </strong></p>
<p>Aber nun zurück zur Party. Noch an der Kasse greife ich nach einem der Programmhefte und stecke es ein. Vorbei an der Bar bahnen wir uns unseren Weg durch das labyrinthgleiche Kellergewölbe. Hat man erst einmal den ein wenig zu schmal geratenen Toilettengang heil durchquert, gelangt man in den Raucherbereich. Die Tanzfläche ist nicht mehr fern. Die rhythmisch-orientalischen Klänge nehmen zu. Während mich ständig das Gefühl ereilt Polka tanzen zu wollen, vermag der versierte Balkanmusikfan vielleicht  den serbischen Dudelsack herauszuhören. Dieser Mischung aus traditionellen Balkanklängen und House haftet etwas neues, trendverdächtiges an. Wie dem auch sei. Die Musik ist mitreißend und zwingt jedes Alter zum Tanzen. Die Stimmung ist ausgelassen. Das DJ-Team Klub Balkanska macht seine Sache gut.</p>
<p><strong>&#8222;13 Semester&#8220;</strong></p>
<p><a href="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/normal_filmz-tag5-gala0031.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-4186" title="Kinosaal" src="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/normal_filmz-tag5-gala0031.jpg?w=150&#038;h=100" alt="Gespannt wartendes Publikum in einem Kinosaal (FILMZ 2008) " width="150" height="100" /></a>Aber noch bevor auch ich mich auf die Tanzfläche stürze, landet mein Blick auf einem FILMZ-Plakat. Ich krame in meiner Tasche nach dem Programmheft und blättere es durch. Bereits der erste Film lässt mich innehalten. „13 Semester“. Als Student  fühlt man sich gleich angesprochen. Momo, Abiturient, startet mit Wirtschaftsmathematik in sein neues Studentenleben anstatt die elterliche Gaststätte in der brandenburgischen Provinz zu übernehmen.  Er verlässt sein Zuhause und zieht voller Optimismus in eine Großstadt. Aber nicht alles scheint sich so zu entwickeln wie geplant. Zweifel an seinem eingeschlagenen Weg und der Umgebung kommen auf. Es beginnt eine Art Selbstsuche. Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, ob sein Studium wirklich das richtige ist; Ob sich s ein Leben so entwickelt wie man es sich vorgestellt hat oder gerade alles aus den Fugen gerät. Auch die anderen Filme scheinen nicht weniger tiefgründige Themen aufzugreifen. Wer Popkornkino erwartet, wird hier nicht auf seine Kosten kommen. Diese Filme sollen den Zuschauer berühren, etwas in ihm bewegen, ihn zum Nachdenken anregen. Zumindest lassen die Filmbeschreibungen dies erahnen. Und für all diejenigen, die sich damit nicht zufrieden geben wollen, gibt es noch den Filmzirkel. Dieser findet jeden Abend von Mittwoch bis Samstag im Comodo(Cinestar) in Mainz statt. Am Ende des Tages hat man hier noch einmal die Möglichkeit sich über gewonnene Filmimpressionen auszutauschen.</p>
<p>Ich stecke das Programmheft schließlich ein, weil mich langsam aber sicher doch das Tanzfieber packt. Während ich mir in Gedanken ausmale, wie der eine oder andere Film  aussehen könnte, nähere ich mich der Tanzfläche. Ich bin bereit. Fürs Tanzen und für FILMZ.</p>
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		<title>&#8222;Wer Funk und Jazz mag, muss uns erlebt haben!&#8220;</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 19:52:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bbrandl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[bbrandl]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn jemand sein Hobby als &#8222;endtight&#8220; bezeichnet, muss er daran schon ziemlich viel Herzblut verloren haben. David Schiewner von der Uni Mainz ist so ein Typ. Der Lehramtstudent gibt als Schlagzeuger der Band Phunktion den Takt an.
Phunktion, das ist eine fünfköpfige Gruppe junger Musiker aus Speyer, die ihren eigenen Stil mit &#8222;2 percent Jazz und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=onlinejournalismus.wordpress.com&blog=3309032&post=4150&subd=onlinejournalismus&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Wenn jemand sein Hobby als &#8222;endtight&#8220; bezeichnet, muss er daran schon ziemlich viel Herzblut verloren haben. David Schiewner von der Uni Mainz ist so ein Typ. Der Lehramtstudent gibt als Schlagzeuger der Band Phunktion den Takt an.</p>
<p>Phunktion, das ist eine fünfköpfige Gruppe junger Musiker aus Speyer, die ihren eigenen Stil mit &#8222;2 percent Jazz und 98 percent Funky Stuff&#8220; beschreibt. Was das genau bedeutet, kann man (wie Vieles in der Musik) nicht mit Worten erklären; man muss es gehört haben. Versucht man es dennoch, so muss man wie folgt resümieren:</p>
<p>Ein Groove, der zum Mitwippen anregt, knackige Soli und ein unverwechselbarer Sound, eine ganz eigene Duftmarke, die in jedem Arrangement zu erkennen ist &#8211; Das ist Phunktion.</p>
<p>Wir haben uns mit David über die Band, die Entstehung des &#8222;Phunktion-Sounds&#8220; und das Leben als Schlagzeuger und Student unterhalten.</p>
<p><span id="more-4150"></span></p>
<div id="attachment_4280" class="wp-caption alignleft" style="width: 244px"><em><em><a href="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/david_s.jpg"><img class="size-medium wp-image-4280   " title="David Schiewner" src="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/david_s.jpg?w=234&#038;h=300" alt="David Schiewner" width="234" height="300" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">David möchte mit Phunktion hoch hinaus</p></div>
<p><em>LeOn: Hallo David! Würdest du dich kurz einmal vorstellen?</em></p>
<p>David: Mein Name ist David, ich studiere Geschichte und Englisch im 9.Semester an der Uni Mainz, bin 24 Jahre alt und gehe so langsam aber sicher auf mein Staatsexamen zu.</p>
<p><em>LeOn: Und deine Band? Wer ist &#8222;Phunktion&#8220;?<br />
</em></p>
<p>David: Phunktion sind neben mir am Schlagzeug, Jan am Saxophon, Tim am Bass, Jan &#8222;Turnvater&#8220; an der Gitarre und Daniel Pubanz an den Keyboards.</p>
<p><em>LeOn: Seit wann machst Du Musik?</em></p>
<p>David: Schlagzeug spiele ich schon ziemlich lange, 12 Jahre müssten es jetzt mittlerweile sein. Bei Phunktion spiele ich seit der Gründung; seit ich das Projekt mit unserem Keyboarder 2001 ins Leben gerufen habe.</p>
<p><em>LeOn: Dann wirst Du es am besten wissen: Warum muss man Phunktion gehört haben?</em></p>
<p>David: Phunktion muss man gehört haben, weil wir genau die Art von Musik machen, die wir auch selbst am liebsten auf einer Party hören wollen. Deswegen ist die Party, die Phunktion veranstaltet, immer ein Highlight! Wir haben Spaß und uns geht es darum den Spaß an unserer Musik ins Publikum weiterzureichen. Wer Funk und Jazz mag, muss uns erlebt haben!</p>
<p><em>LeOn: Ihr selbst beschreibt euren Stil als &#8222;2 percent Jazz and 98 percent Funky Stuff&#8220;. Also spielt ihr eigentlich Funk?</em></p>
<p>David: Nein, nein, wir spielen 2 percent Jazz und 98 percent Funky Stuff!</p>
<p><em>LeOn: Das macht nach Adam Riese 100 Prozent. Also schließt ihr andere Stile gänzlich aus?</em></p>
<p>David: Selbtsverständlich nicht! Unsere Musik bereichert sich selbstverständlich auch an anderen Stilen. So finden sich auch Elemente aus HipHop oder Drum and Bass. Funky Stuff bedeutet für uns eigentlich alles das grooved.</p>
<p><em>LeOn: Die &#8222;Rheinpfalz&#8220; urteilt über Euch: &#8222;Ihr macht Musik, die sich nicht verbessern lässt&#8220;. Siehst Du das genauso?</em></p>
<p>David: Ja klar. Also nein, denn als Musiker gehst du natürlich mit dir viel kritischer ins Gericht als die Rheinpfalz das tut. Wenn es nichts mehr zu verbessern gibt, kann man ja aufhören zu Proben. Uns geht es aber darum uns weiterzuentwickeln und sich stetig zu verbessern. Aber im Großen und Ganzen hat die Rheinpfalz da schon recht. (grinst)</p>
<p><strong>„Ein paar knackige Breaks und Kicks, umrühren, fertig.“</strong></p>
<div id="attachment_4161" class="wp-caption alignright" style="width: 262px"><a href="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/phunktion_hires02.jpg"><img class="size-medium wp-image-4161  " title="Phunktion Bandfoto" src="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/phunktion_hires02.jpg?w=252&#038;h=168" alt="Phunktion - Offizielles Bandfoto" width="252" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Die Band Phunktion wurde 2001 ins Leben gerufen. </p></div>
<p><em>LeOn: Wie muss man sich dieses &#8222;unverbesserliche Musikmaschinerie&#8220; vorstellen? Wie entsteht der Phunktion-Sound?<br />
</em></p>
<p>David: Wir schreiben unsere Songs ja nicht selbst, sondern drehen sie lediglich &#8222;durch unseren Fleischwolf&#8220;. Wir nehmen Songs, die wir selbst mögen,  schreiben sie für unsere Besetzung um und arrangieren sie neu. So bekommt dann jeder Song unseren eigenen Stempel aufgedrückt und es entsteht der Phunktion-Sound!</p>
<p>Momentan arbeiten wir beispielsweise gerade an der Tatort &#8211; Titelmelodie von Klaus Doldinger. Das Thema haben wir selbstverständlich so übernommen wie es ist, aber auch hier kommen dann die 2 % Jazz zum Tragen, indem wir in etwa vorgehen, wie es im Jazz so üblich ist: Das Thema wird gespielt und dann geht‘s ab in die Soli. Wir bauen dann noch ein paar knackige Breaks und Kicks ein, umrühren, fertig.</p>
<p><em>LeOn: Das klingt nach einem einfachen Rezept. Ist es wirklich so leicht gute Musik zu machen?</em></p>
<p>David: Aus unserer Sicht schon! Wir sind mit Spaß und ja, Leidenschaft, dabei und arbeiten dadurch sehr kreativ. Manchmal gerät man natürlich ins Stocken, aber in der Regel läuft das Entwickeln der Songs bei uns recht flüssig.</p>
<p><em>LeOn: Du hast es bereits gesagt: Ihr seid eine bunte Mischung aus Studenten verschiedentster Unis. Eure Auftritte finden aber eher in eurer Heimatregion statt. Zieht es euch immer wieder dorthin? </em></p>
<p>David: Eigentlich zieht uns die Band immer wieder da hin. Die Band kommt aus Speyer, dort proben wir &#8211; für Auftritte ist die Region die erste Anlaufadresse&#8230;</p>
<p><em>LeOn: &#8230;und dort habt ihr die meisten Fans?</em></p>
<p>David: Vermutlich!</p>
<p><em>LeOn: Uni, Bandprobe, Auftritte und ein Nebenjob. Das klingt stressig. Kommt dabei das Privatleben nicht etwas zu kurz?</em></p>
<p>David: Ja, das ist in der Tat manchmal schwierig. Oftmals muss man da bei der einen oder anderen Sache zurückstecken, verpasst die ein oder andere Party oder die ein oder andere Vorlesung&#8230; (räuspert sich) Wirklich nur Vorlesung! Aber wenn man dann auf der Bühne steht beginnt zu spielen und die Leute fangen an zu tanzen, dann sieht man ganz unmittelbar, wofür man das alles macht und dass es sich lohnt!</p>
<p><em>LeOn: Wie gut steht ihr in Kontakt mit anderen Bands? </em></p>
<p>David: Mit Mainzer Bands haben wir so gut wie keinen Kontakt, wie gesagt, wir sind hauptsächlich bei uns in der Region verankert. Da kennen wir so ein zwei Bands die ähnliche Musik machen.</p>
<p><em>LeOn: Und wie wäre es einmal mit einem Auftritt in Mainz?</em></p>
<p>David: &#8222;Gerne! Wann und wo?&#8220;</p>
<p><strong>&#8222;Das hat schon tierisches Spaß gemacht&#8230;&#8220;</strong></p>
<div id="attachment_4170" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/phunktion_hires01.jpg"><img class="size-medium wp-image-4170 " title="Phunktion Bandfoto" src="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/phunktion_hires01.jpg?w=200&#038;h=300" alt="Phunktion Bandfoto" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">David beschreibt die Musik von Phunktion gerne als &quot;Endtighter-Party-Funk&quot;.</p></div>
<p><em>LeOn: Welcher Auftritt ist Dir besonders in Erinnerung geblieben? </em></p>
<p>David: &#8222;In Erinnerung ist mir unser letzter Bandausflug ins H2O Tours Fruttcamp in der Schweiz geblieben. 6 Stunden Fahrt, genauso viel, wenn nicht noch weniger Schlaf am gesamten Wochenende und freitags und samstags das Konzert in der H2O Live-Lounge.</p>
<p>Das hat schon tierisch Spaß gemacht zu erleben, dass die Boarder unsere Musik feiern! Rausgekommen sind auch ein paar nette Features MCs von anderen Bands aus ganz Süddeutschland, unter anderem Mojosoundz und Südkomfort! Gruß an  die Jungs an dieser Stelle!&#8220;</p>
<p><em>LeOn: Was war die peinlichste Panne auf der Bühne?</em></p>
<p>David: So wirklich peinliche Pannen gab es eigentlich kaum welche, mir persönlich ist auf der Bühne auch ziemlich wenig peinlich. Vielleicht muss man da eher mal das Publikum fragen. (lacht)</p>
<p><em>LeOn: Wo würdest du gerne einmal spielen?</em></p>
<p>David: Im Club A-Trane, Berlin. Das ist einer der bekanntesten Jazz-Clubs in Deutschland.</p>
<p><em>LeOn: Wann darf man sich auf ein &#8222;Phunktion&#8220;-Album freuen?</em></p>
<p>David: Wir haben tatsächlich vor einigen Wochen eine neue CD eingespielt. In Kürze wird diese auch rauskommen. Näheres dazu unter www.phunktion.de.</p>
<p><em>LeOn: Wo kann man euch demnächst live sehen? </em></p>
<p>David: Momentan sind keine Shows geplant, aber auf der Homepage gibts einen Newsletter, wer sich da einträgt erfährt als Erstes von neuen Shows!</p>
<p><em>LeOn: Vielen Dank für dieses Interview, David!</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p><strong>Weitere Informationen: </strong></p>
<p>Für weitere Informationen über Phunktion empfiehlt sich ein Blick auf die offizielle Homepage (<a href="http://www.phunktion.de">www.phunktion.de</a>) und der MySpace-Seite der Band (<a href="http://www.myspace.com/phunktionmusic">www.myspace.com/phunktionmusic</a>).</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Wie misst man Lebenszeit? Was macht das Leben aus?</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 18:26:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sepfeffe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>
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		<description><![CDATA[
 Die Hochschulgruppe Musical Inc bringt im nächsten Jahr &#8216;Rent&#8217; auf die P1-Bühne.   
 Man nehme einen mehr oder minder erfolglosen Musiker, Ex-Junkie und HIV-Infizierten, der dem nahenden Tod noch den einen großen Song vorausschicken möchte. Man nehme einen an Aids erkrankten Transvestiten, der sich als Straßentrommler durchs Leben schlägt. Man nehme eine [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=onlinejournalismus.wordpress.com&blog=3309032&post=4259&subd=onlinejournalismus&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/rent3.jpg"><img src="http://onlinejournalismus.files.wordpress.com/2009/11/rent3.jpg?w=300&#038;h=214" alt="" title="Rent" width="300" height="214" class="alignright size-medium wp-image-4457" /></a><br />
<b> Die Hochschulgruppe Musical Inc bringt im nächsten Jahr &#8216;Rent&#8217; auf die P1-Bühne. </b>  </p>
<p> Man nehme einen mehr oder minder erfolglosen Musiker, Ex-Junkie und HIV-Infizierten, der dem nahenden Tod noch den einen großen Song vorausschicken möchte. Man nehme einen an Aids erkrankten Transvestiten, der sich als Straßentrommler durchs Leben schlägt. Man nehme eine drogensüchtige Stripperin, deren HIV-Krankheit man kaum noch erwähnen muss, eine bisexuelle Performancekünstlerin und einen homosexuellen schwarzen Anarchisten. Und man nehme, zu guter Letzt, einen mittellosen Filmemacher, der diese seine Freunde auf Polaroid festhält. Sorgfältig gemischt ergibt ein Jahr aus dem Leben jener schrillen Gruppe den Stoff für eines der erfolgreichsten Broadwaymusicals aller Zeiten: Rent.</p>
<p> <span id="more-4259"></span></p>
<p>Und Rent kommt nach Mainz. Die Hochschulgruppe ‚Musical Inc’, die in den vergangenen beiden Jahren ‚Hair’ und ‚3 Musketiere’ auf die P1-Bühne brachte, hat sich die Rechte  gesichert. Der Besetzung steht, die Proben laufen. Warum aber Rent? </p>
<p> <b> Kein Geld für die Miete </b> </p>
<p>Die Frage ist in zweierlei Hinsicht zu beantworten. Zum einen ist da der Titel. Rent, zu Deutsch Miete, spielt vor allem in und um ein New Yorker Apartment. Dort lebt ein Teil der Protagonisten und zwar – genau – ohne die Miete zu zahlen. So wird ein Strang der Handlung von den Auseinandersetzungen mit dem Vermieter bestimmt. Einem ehemaligen Mitbewohner und Freund, der von seinem Versprechen, die einstigen Weggefährten kostenlos wohnen zu lassen, nichts mehr wissen will. Es kommt zu öffentlichen Protestaktionen der solidarisierten Freunde, die man ebenso zu Selbsthilfetreffen von HIV-Patienten, durch verzwickte Beziehungskisten und an zwei Weihnachtsabenden begleitet, die Beginn und Ende der Geschichte markieren. </p>
<p> <b> Zwischen Boheme und Gosse. </b> </p>
<p>Gewandert wird auf schmalem Grat. Auf der einen Seite das Leben der Boheme, die bedingungslose Hingabe an Kunst, Lebensfreude und Individualismus. Und die Schatten der Gosse: Armut, Drogensucht, Krankheit und Tod auf der andern. Trotzdem versinkt Rent nicht in Melancholie. Die Hoffnung überlebt bis zuletzt, trotz aller Widrigkeiten. Der thematisch mehrfach auftauchenden Titelsong ‚Seasons of love’ gibt die Stimmung am besten wieder: „Wie (be-)misst man Lebenszeit? Was macht das Leben aus?“ Wird da gefragt. „In Minuten? In Kaffeetassen? In Liebe allein!“</p>
<p><b> Die Entscheidung für Rent fiel demokratisch</b></p>
<p>Und warum nun Rent? Leon hat mit einem der Verantwortlichen in der ‚Musical Inc’, Florian Pfaff, gesprochen und unter anderem nach dem Grund für die Wahl des Stücks gefragt. Die ist demnach der Demokratie und nicht irgendeinem Kalkül der Leitung geschuldet. Traditionell schlägt die Besetzung vom Vorjahr Stücke vor und stimmt dann darüber ab, so Pfaff. Im krassen Gegensatz zwischen Rent und der Vorjahresaufführung ‚3 Musketiere’ sieht Pfaff kein Problem. Kam ‚3 Musketiere’ eher als ein aufgepepptes klassisches Märchen daher, fordert Rent mit rockigen Klängen, stellenweise derber Sprache und tiefschürfender Thematik. Trotzdem kommt die Unterhaltung nicht zu kurz. So betont Pfaff auch, man habe zuerst einen künstlerischen Anspruch und erst dann folge die Auseinandersetzung mit kontroversen gesellschaftlichen Themen. Parallel zum Musical wird es jedoch eine kurze Vorlesungsreihe im Studium Generale geben, in deren Rahmen beispielsweise HIV thematisiert werden soll. Geplant sind vier Veranstaltungen.</p>
<p> <b> Zehnmal fällt der Vorhang </b> </p>
<p>Bis dahin und zur Premiere am 22. Mai liegt noch viel Arbeit vor allen Beteiligten. Den Auftakt markierte das vor geraumer Zeit abgehaltene Casting. Rund 120 Bewerber wurden an insgesamt drei Tagen angehört und –gesehen. 44 haben es ins Ensemble geschafft. Seither wird montags und donnerstags geprobt, bald folgt eine zusätzliche Probe am Dienstag, speziell für die Tänzer. Und dann müssen noch Bühnenbilder und Kostüme angefertigt werden. „Man muss schon einen Großteil seiner Freizeit aufwenden. Und sehr viel Herzblut“, sagt Pfaff. An mindestens zehn Abenden wird die Gruppe die Möglichkeit haben, sich mit Applaus entlohnen zu lassen.</p>
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			<media:title type="html">sepfeffe</media:title>
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		<title>Shakespeare Reloaded</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 09:47:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chhein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hein]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur auf dem Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Weggehen in Mainz]]></category>
		<category><![CDATA[Day-Old Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Shakespeare]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[
»Wir sind vom Stoff, aus dem die Träume sind« &#8211; wohl der berühmteste Satz aus &#8222;The Tempest&#8220;, jener nachdenklichen Komödie aus Shakespeares letzter Schaffensperiode, die in den vergangenen Jahren durch verschiedene Neuinszenierungen glanzvoll Wiederauferstehung feiern konnte. Das Stück wurde am 1.11.1611, also knapp fünf Jahre vor dem Tod William Shakespeare&#8217;s in London uraufgeführt.
Seit 1991 schon [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=onlinejournalismus.wordpress.com&blog=3309032&post=4214&subd=onlinejournalismus&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div><img class="alignright" title="The Tempest" src="http://www.uni-mainz.de/bilder_presse/tempest-poster_190pxbreit.jpg" alt="The Tempest" width="148" height="210" /><br />
»Wir sind vom Stoff, aus dem die Träume sind« &#8211; wohl der berühmteste Satz aus &#8222;The Tempest&#8220;, jener nachdenklichen Komödie aus Shakespeares letzter Schaffensperiode, die in den vergangenen Jahren durch verschiedene Neuinszenierungen glanzvoll Wiederauferstehung feiern konnte. Das Stück wurde am 1.11.1611, also knapp fünf Jahre vor dem Tod William Shakespeare&#8217;s in London uraufgeführt.</div>
<p>Seit 1991 schon existiert das &#8222;Day-Old Theater&#8220; an der Universität Mainz. In diesem Jahr hat sich die englischsprachige Gruppe erstmals an ein Stück von William Shakespeare herangetraut: Vom 16.-20. November 2009 steht &#8222;The Tempest&#8220; auf dem Spielplan der unabhängigen Theatergruppe.</p>
<div><span id="more-4214"></span></div>
<div id="_mcePaste">Die Produktionen der D.O.T umfassen viele Genre-Richtungen und begeistern seit nun mehr fast  18 Jahren Zuschauer und Mitwirkende zugleich.</div>
<div><span style="text-decoration:underline;"><br />
Die bisherigen Stücke im Überblick:
<p>&nbsp;</p>
<p></span></p>
<div>2009: William Shakespeare&#8217;s <em>The Tempest</em></div>
<div id="_mcePaste">2008: Keith Aisner&#8217;s <em>Asylum</em></div>
<div id="_mcePaste">2008: Hamilton Deane and John L. Balderston&#8217;s <em>Dracula</em></div>
<div id="_mcePaste">2008: Oscar Wilde&#8217;s <em>The Importance of Being Earnest</em></div>
<div id="_mcePaste">2007: Tom Stoppard&#8217;s <em>Rosencrantz and Guildenstern Are Dead</em></div>
<div id="_mcePaste">2006: Mary Chase&#8217;s <em>Harvey</em></div>
<div id="_mcePaste">2006: Harold Pinter&#8217;s <em>Ashes to Ashes</em></div>
<div id="_mcePaste">2005: Harold Pinter&#8217;s <em>Old Times</em></div>
<div id="_mcePaste">2004: Caryl Churchill&#8217;s <em>Top Girls</em></div>
<div id="_mcePaste">2003: David McGillivray and Walter Zerlin Jnr.&#8217;s <em>The Farndale Avenue Housing Estate Townswomen&#8217;s Guild Dramatic Society&#8217;s Production of Macbeth. A Comedy</em></div>
<div id="_mcePaste">2002: Arthur Miller&#8217;s <em>The Crucible</em></div>
<div id="_mcePaste">2001: Ira Levin&#8217;s <em>Deathtrap</em></div>
<div id="_mcePaste">2001: Harold Pinter&#8217;s <em>Ashes to Ashes</em></div>
<div id="_mcePaste">2000: Shelagh Stephenson&#8217;s <em>An Experiment with an Air Pump</em></div>
<div id="_mcePaste">1999: Woody Allen&#8217;s <em>Play It Again, Sam!</em></div>
<div id="_mcePaste">1998: Craig Lucas&#8217; <em>Blue Window</em></div>
<div id="_mcePaste">1997: Brian Friel&#8217;s <em>Lovers</em></div>
<div id="_mcePaste">1996: Sarah Daniels&#8217; <em>Beside Herself</em></div>
<div id="_mcePaste">1996: The Day-Old Theater&#8217;s <em>Beside Themselves</em></div>
<div id="_mcePaste">1995: Beth Henley&#8217;s <em>Crimes of the Heart</em></div>
<div id="_mcePaste">1994: Cocoa Entropy = Stanley Taikeff&#8217;s <em>Ah, Eurydice</em> + Tom Stoppard&#8217;s <em>A Separate Peace</em> + James Saunders&#8217; <em>A Slight Accident</em></div>
<div id="_mcePaste">1993: Sam Shepard&#8217;s <em>A Lie of the Mind</em></div>
<div id="_mcePaste">1992: Tennessee Williams&#8217; <em>Talk To Me Like The Rain And Let Me Listen</em></div>
<div id="_mcePaste">1992: Edward Albee&#8217;s <em>An American Dream</em></div>
<div id="_mcePaste"><strong> </strong></div>
<div><strong>Worum Geht&#8217;s ?</strong></div>
<div><strong><br />
</strong></div>
<div id="_mcePaste">Der Zauberer Prospero und seine Tochter Miranda sind (zwölf Jahre vor Einsetzen der Spielhandlung) auf einer Insel gestrandet. Prospero war vormals Herzog von Mailand, beschäftigte sich jedoch mehr und mehr mit seinen magischen Studien und vernachlässigte seine Pflichten als Herzog. Dies nutzte sein machthungriger Bruder Antonio aus und stürzte Prospero. Prospero entkam zusammen mit seiner Tochter in einem kaum seetüchtigen Boot und sie gelangten auf die Insel, auf der Prospero nun herrscht. Ihm unterstehen der Luftgeist Ariel sowie der deformierte Sohn der Hexe Sycorax namens Caliban.</div>
<div id="_mcePaste">Auf dem Rückweg von einer Hochzeit in Tunis segelt die Flotte des Königs von Neapel mit dem Königsbruder Sebastian, dem Königssohn Ferdinand und Prosperos Bruder Antonio an der Insel vorbei. Prospero befiehlt dem Luftgeist Ariel, das Schiff des Königs in einem Unwetter an der Insel stranden zu lassen. Ariel versetzt die Besatzung des gestrandeten Schiffs in einen Zauberschlaf. Ariel führt Ferdinand zu Prospero und Miranda, die sich sofort in Ferdinand verliebt.</div>
<div id="_mcePaste">Prospero vergibt seinem Bruder Antonio, fordert aber von diesem sein Herzogtum zurück. Er entsagt seiner Zauberkraft und erklärt seine Absicht, nach Mailand zurückzukehren, nachdem er sowohl Ariel als auch Caliban aus ihrer Dienerschaft entlassen hat. Ob die verbrecherischen Brüder ihn mitnehmen werden, lässt Shakespeare offen. In seinem Schlussmonolog fleht Prospero das Publikum an, ihn wenigstens durch Klatschen zu erlösen.</div>
<div id="_mcePaste"><strong> </strong></div>
<div><strong>Worum geht es wirklich ?</strong></div>
<div><strong><br />
</strong></div>
<div id="_mcePaste">Das Stück lebt durch seine Hauptfigur, den Zauberer Prospero, der als ein wahrer &#8222;Superman&#8220; mit keiner anderen Gestalt bei Shakespeare vergleichbar ist.</div>
<div id="_mcePaste">Schwarze Magie gegen weiße, Natur gegen Kunst, menschliche Dummheit und Bosheit gegen Erkenntnis und wahre Menschlichkeit: Trotz dieser das Stück beherrschenden Gegensätze wird der Leser nie im Zweifel über den glücklichen Ausgang gelassen. Die moralische Vorbildhaftigkeit Prosperos läßt kein anderes als ein Happy End zu.</div>
<div id="_mcePaste"><strong> </strong></div>
<div><strong>Nix wie hin !</strong></div>
<div><strong><br />
</strong></div>
<div id="_mcePaste">Die Premiere fand am Montag, 16. November, um 20 Uhr im Theaterhörsaal P1, Philosophicum, Jakob-Welder-Weg 18, auf dem Campus der Universität statt. Weitere Aufführungen finden diese Woche täglich um 20 Uhr statt. Der Kartenvorverkauf (4 bis 6 Euro) läuft im Philosophicum; Karten können ebenso an der Abendkasse (5 bis 7 Euro) erstanden werden.</div>
<div>
<p>Weitere Informationen zum D.O.T unter <a href="http://www.english.uni-mainz.de/projects/dot/company/">http://www.english.uni-mainz.de/projects/dot/company/</a></p>
</div>
</div>
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			<media:title type="html">chhein</media:title>
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			<media:title type="html">The Tempest</media:title>
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	</item>
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		<title>Journalismus als persönliche Herausforderung</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 12:22:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kiessler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[kiessler]]></category>

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		<description><![CDATA[“Was möchtest du denn mal werden, wenn du groß bist?”
Als Kind hatte jeder von uns diese Frage bestimmt öfters von den Erwachsenen gestellt bekommen und gab darauf meistens solche Antwort wie “Ein Astronaut!“ oder “Ein Feuerwehrmann!“. Mit der Zeit verschwindet aber bei den Meisten der kindliche Traumberuf aus dem Sinn und seinen Platz nehmen neue [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=onlinejournalismus.wordpress.com&blog=3309032&post=4147&subd=onlinejournalismus&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>“Was möchtest du denn mal werden, wenn du groß bist?”</p>
<p>Als Kind hatte jeder von uns diese Frage bestimmt öfters von den Erwachsenen gestellt bekommen und gab darauf meistens solche Antwort wie “Ein Astronaut!“ oder “Ein Feuerwehrmann!“. Mit der Zeit verschwindet aber bei den Meisten der kindliche Traumberuf aus dem Sinn und seinen Platz nehmen neue weniger heroische Karriereziele im wirtschaftlichen, sozialen oder kulturellen Bereich an. Aber auch trotz eines auf ersten Blick harmlosen Charakters kann die Arbeit in einigen Berufsfeldern manchmal so spannend und anstrengend sein, dass man schnell zu einem Helden werden kann. Als Beispiel dafür dient der Beruf Journalismus.<span id="more-4147"></span></p>
<p>Unter bestimmten Bedingungen verwandelt sich die journalistische Tätigkeit schnell in eine tägliche Herausforderung und führt manchmal sogar zu einer lebensgefährlichen Situation sowohl für den sie ausübenden Menschen, als auch für seine Angehörigen. Seit eh und jeh trägt die Wahrheit einen ehe zwiespältigen Charakter und scheint Manchen von Zeit zu Zeit ein Dorn im Auge zu sein. Bei der Wahl des journalistischen Berufs muss man darauf achten, in welchem Staat und unter welchem politischen System er zukünftig seinen beruflichen Weg einschlagen möchte. Da die Aufgabe eines aufrichtigen Berichterstatters im Grunde genommen darin besteht, den Rest der Welt über die tatsächlichen Begebenheiten und wahren Hintergründe verschiedener Ereignisse zu informieren, steht er immer wieder beispielsweise einigen Personen aus kriminellen Kreisen bzw. den korrumpierten Beamten im Wege. Die Erfahrung zeigt, dass so eine Konfrontation nicht selten mit der Erpressung oder gar mit dem Tod des Pressemanns endet. In den 90-er Jahren waren zum Beispiel in Russland die Journalistenmorde an der Tagesordnung. Aber auch heutzutage ist keiner davon versichert, sich auf einmal der Gefahr auszusetzen, wenn man einen Versuch irgendwelche einflussreiche Staatsleute nicht gerade demokratischer Länder zu kritisieren unternehmen würde.</p>
<p>Ein Journalist soll sich dessen bewusst sein, dass er eine große Verantwortung trägt und sein Tun im Falle einer fehlerhaften Entscheidung unabhängig davon, ob er in einem gemütlichen Büro einer Großstadt-Redaktion oder mittendrin im Kriegsgebiet sich befände, gleich negative Konsequenzen verursachen könnte. Nicht zu vergessen ist auch das Verhältnis zwischen der eigenen historisch-moralischen Ansicht bezüglich des gewählten Themas und der Meinung der Öffentlichkeit. Man soll sich nicht wundern, wenn infolge eines radikalen Unterschieds zwischen der Botschaft einer Publikation und der öffentlichen Einstellung plötzlich eine Gruppe von protestierenden Menschen mit Plakaten und Boykott-Parolen vor der Haustür des Autors auftauchen würde. Natürlich betreffen solche Sachen nicht jeden Journalisten und kommen nur im Zusammenhang mit der bestimmten Staaten bzw. Zeiten vor, aber wie in jedem anderen Beruf sollte man dazu bereit sein, etwas für seinen Job zu riskieren und zu opfern. Insofern ist es sinnvoll sich in Ruhe darüber Gedanken zu machen, bevor man zu der Entscheidung kommt, sich mit einem Schreibzeug zu bewaffnen und mit dem Satz “Viva la Artikel 5 des Grundgesetzes!” im Munde in die weite Welt hinaus zu ziehen.</p>
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