Ich geh-o dann mal
Juni 13, 2008Der GeoCup ist eine fußballerische Veranstaltung der Fachschaft Geographie, welcher jährlich auf dem Kunstrasen des SV 1912 Bretzenheim ausgetragen wird. Teilnehmer sind ausschließlich Professoren, Lehrende, Mitarbeiter und Studierende des geographischen Instituts.
Am Mittwoch, dem 11.06.2008 war es mal wieder soweit, das alljährlich Fußballturnier für Geographen war angesagt. Nun stellt sich die Frage, ob dies ein gut gewählter Zeitpunkt für solch eine Veranstaltung sei, denn für die fußballinteressierten Teilnehmer findet zeitgleich ein anderes großes Turnier statt - die Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz. Zum Glück ist es einigen Geographie-Studenten gegönnt, sich als Wahlpflichtfach mit Publizistik zu vergnügen, so dass man hieraus eine Lösung in Form des Riepl’schen Gesetzes ziehen kann. Laut Riepl verdrängt eine neue Mediengattung eine ältere niemals gänzlich, zwingt diese aber dazu ihre publizistischen Formen und Funktionen zu ändern. Übertragen auf die aktuelle Problematik, besagt das Gesetz also, dass die EM keinesfalls die Teilnahmebereitschaft am GeoCup verringert, denn die Fachschaft veränderte den Auftritt des Amateurturniers gekonnt: ab 18 Uhr stand den Fußballfans ein Fernseher mit der Live-Übertragung des Kontinentalturniers zur Verfügung.
„Hol’ mir ma’ ’ne Flasche Bier“
Da auch der verrückteste Fußballanhänger irgendwo nur ein Mensch ist und dieser trotz Ausnahmezustand Europameisterschaft nicht nur von Live-Übertragungen leben kann, gelüstet es ihm natürlich nach Speis’ und Trank. In der Teilnahmegebühr von € 5,00 pro Person waren zwei Getränke und ein Essen beinhaltet. Bei erfreulichen Preisen ist dies natürlich ein kaum zu schlagendes Angebot. Neben dem für Amateurfußballer wichtigsten Getränk Bier, gab es noch Radler sowie die üblichen Verdächtigen Cola, Fanta und Wasser. Jeweils für € 1,50 pro 0,33l gab es keine Probleme den erspielten Durst adäquat zu löschen. Im Kontrast zur Flüssignahrung gab es diese auch noch in festerer Form. Frisch vom Grill wurden Würstchen und Steaks im Brötchen für € 1,50 bzw. € 2,50 angeboten. Für Beilagenliebhaber und unsere vegetarischen Freunde war zusätzlich kostenloser Kartoffelsalat im Essenssortiment zu finden.
Interessante Regelkunde für Interessierte der Erdkunde
Ach ja, Fußball wurde während des Turniers auch gespielt.
In leicht abgewandelter Form wohlgemerkt. Absicht dieser Regeländerungen ist eine Verringerung der Verletzungsgefahr und mehr Spielspass für Nicht-Fußballer. Im Einzelnen machen sich die Änderungen wie folgt bemerkbar: Die wohl entscheidenste Abweichung vom ursprünglichen Regelwerk ist das Verbot des Laufens und Rennens. Gehfußball ist angesagt. Wie definiert man nun Gehen? Man bewegt sich gehend fort, solange immer ein Fuß auf der Erde ist. Manche Zeitgenossen interpretieren diese Regel in seltsamster Weise, weshalb es hier im Ermessensspielraum des Schiedsrichters liegt, was noch zu Gehen und schon zu Laufen zählt. Das Spielfeld ergibt sich aus dem 16m-Raum, die Tore sind jeweils an den kürzeren Seiten dieses Rechtecks aufgestellt. Gespielt wird mit fünf Feldspielern und einem Torwart, wobei zu jeder Zeit des Spiels mindestens ein Mädchen pro Mannschaft auf dem Platz zu stehen hat. Die Abseits- und die Rückpassregel sind aufgehoben, anstatt eingeworfen wird der Ball eingerollt.
Gerade die Regeländerung des Laufverbots wird von einigen als das störendste Element dieses Turniers angesehen. Kritiker sehen hier einen Verlust an Action und Tempo, was dann zur Langeweile und Desinteresse führt. Doch zum Glück gibt es für diese Damen und Herren zur Zeit ein hervorragendes Substitut, um ihre Lust an temporeichem und actiongeladenem Fußball zu befriedigen: die Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz.



Und wer hat’s erfunden? Nicht die Schweizer!
Ziel ist es, einen mit Salzwasser gefüllten Ball in den vom Torwart bewachten Stahlkorb der gegnerischen Mannschaft zu befördern. Das ist einfacher gesagt, als getan. „Die Gegner kommen von allen Seiten und man muss taktisch geschickt agieren. Muskelkraft allein reicht da nicht aus, viel wichtiger ist ein guter Überblick und etwas Geschick“, sagt Jennifer, Obfrau des AHS-Kurs Unterwasserrugby der Uni Mainz. „Das ist der Punkt, warum UWR auch für Frauen interessant ist“, sagt sie weiter. Jennifer ist eine von vielen begeisterten Frauen, die aktiv in einer augenscheinlich männerdominierten Sportart – wir reden hier immerhin vom Rugby – teilnimmt. In kaum einer anderen Sportart kann man sich „in allen drei Dimensionen bewegen“.

Wer nun erwartet, dass man überschüssige Energie und Frust in Form von Schlägen wahllos auf den Gegenüber einprasseln lassen kann, hat weit gefehlt. Wie auch im Fechten bestimmen feste Regeln einen Kampf. Bevor man schließlich auf die Matte (jap. Shiajjô) geschickt wird, gilt es diese Abläufe bis ins Detail zu erlernen.
Nach kurzem Einlaufen und Dehnen steht
Neben der „normalen“ Kleidung, bestehend aus