Archiv für die Kategorie ‘Campus’

“Neue Stücke aus Europa“: Ein polnische “Punk-Regisseur” auf der Theaterbiennale

Juni 27, 2008

Jan Klata – eine mysteriöse Persönlichkeit und der Wahnsinn eines Menschen auf den Bühnen Europas.

Vor ein paar Jahren wusste kein Mensch, wer das eigentlich ist. Heute wird der Name des Regisseurs vor allem in seinem Heimatland Polen, aber auch von vielen Theaterbegeisterten in ganz Europa mit einem Regisseur verbunden, der auf sehr ungewöhnliche Art und Weise das Leben auf die Bühnen überträgt. Aber viele Menschen fragen sich: Wer ist das eigentlich?
Er steht dahinten, vor dem Theater. Ein nicht besonders großer Mann mit der Frisur eines Punks. Er grüßt mich und ist eher erleichtert, dass er auf  Polnisch angesprochen wird. Er ist freundlich, offen, aber ein wenig distanziert, wie er es bereits angedeutet hat, ist er eher vorsichtig beim Kontakt mit der Presse. Er ist ein Mann für den es wichtig ist, das Publikum zu berühren und durch seine Stücke das Publikum zu belehren. Um bei diesem Prozess teilzunehmen, sitz er oft dazwischen und schaut sich die Reaktionen den Menschen an. Es störte ihm nicht, dass bei einer Vorführung eines Stückes die Hälfte des Publikums die Vorstellung demonstrativ verlassen hat. Seiner Meinung nach, war das ein Zeichen dafür, dass er die Gedanken der Menschen beeinflusst hatte.
Am Anfang hat er die Theaterstücke selber geschrieben und hoffte, dass jemand sie übernehmen würde. Aber es war nicht so einfach den Direktor eines des polnischen Theaters zu überzeugen, dass es ein gutes Projekt sei. Die Art und Weise, wie er an so vielen unterschiedlichen Themen rangeht, bringt ihm vielen Gegner. Es reicht aber auch nur als Publikum an einem Projekt von Jan Klata teilgenommen zu haben, um diesen Namen nie zu vergessen.
„Transfer“ eine ungewöhnliche Art der Abrechnung mit dem schwierigsten Teil der deutsch-polnischen Geschichte.

In Rahmen der Theaterbiennale „ Neue Stücke aus Europa“ dazu gehörte auch ein polnisches Stück des „Punk-Regisseurs“ Jan Klata. Das Stück des „außergewöhnlichen“ Mannes sollte dabei als repräsentatives Werk des polnischen Theaters oder auch der Kultur gesehen werden. Aber Jan Klata hat wie immer das Werk einer deutschen–polnischen Zusammenarbeit  „auf den Kopf gestellt“. Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass etwas, was vielen Menschen und dem Regisseur persönlich wichtig ist, jungen Menschen am 18. Juni 2008 in Kleinem Haus des Staatstheaters Mainz gezeigt wurde.

Die Hauptrolle spielten auf zwei Ebenen der Bühne deutsche und polnische Zeitzeugen des Krieges und die drei Großen der Geschichte: Churchill, Roosevelt und Stalin, die mit dem Beschlüssen der Jalta Konferenz, das Leben vieler Menschen ohne ihren Zustimmung verändert haben. Dabei werden die drei auf einer hochgehobenen Bühne als eine auf dem Thron gestellte Rockband dargestellt. Der Regisseur sagte, dass es dabei wichtig sei, die drei groteske darzustellen. Es gelte ihre Weltvorstellungen auszulachen, da diese sehr unrealistisch und rücksichtslos gegenüber den drei Nationen seien.

Die wichtigste Rolle bei diesem Projekt spielen jedoch die Zeitzeugen. Die Autoren, unter anderem Jan Klata und die Dramaturgen: Dunja Funke und Sebastian Majewski haben sich wochenlang die persönlichen Geschichten der Kinder des Krieges angehört.  Daraus bestand ein Stück der Wahrheit, indem die Akteure oder besser gesagt Menschen, die es erlebt haben, ihre Schicksale erzählen. Auf der Bühne stehen nebenbei Deutsche und Polen, die davon sprechen, was in der Zeit des Zweites Weltkriegs in ihrem Alltag passiert ist. Es gibt dabei das Abenteuer eines Jugendlichen, eine Konspiration, aber auch Sehnsucht nach Familienmitglieder sowie Tod und Ungerechtigkeit.
Verzeihung als Lektion der Toleranz

„Transfer“ von Jan Klata zeigt, dass der Zweite Weltkrieg, oder besser seine Spuren nie vergessen werden sollten. Jedoch wichtig ist hier, dass man nicht mehr verurteilt, sondern tolerant sei. Alleine die Tatsache, dass die älteren Menschen sich überzeugen ließen an solchen Projektenteilzunehmen zeigt, wie wichtig es ist darüber zu sprechen und trotzdem  verzeihen zu können. Für viele dieser Menschen waren dies schmerzhafte Erlebnisse, die nie zuvor erzählt wurden. Sie haben sich getraut darüber zu reden und auf einer Bühne zusammen zu stehen. Vielleicht sollte es ein Zeichen sein, dass unsere Vergangenheit viele Seiten hat und aus vielen Perspektiven zu betrachten ist. Und wie der Papst Johannes Paul II sagte: „Wir sollten lernen die Menschen zu lieben. Sie verlassen uns so schnell.“

Guts Pie Earshot - Was ein Cello mit Punk zu tun hat…

Juni 25, 2008

Das musikalische Duo “Guts Pie Earshot” schlägt Brücken über sämtliche Musikklüfte und vereint Stilrichtungen wie Hardcore, Drum’n'Bass, Punk und Techno. Vor gut einem Monat haben sie das Open Ohr 2008 beschallt, nun sind sie wieder in Mainz, diesmal auf dem AstA-Sommerfest.

Was kann man von einer Band erwarten, die über sich selbst sagt, sie spielen “Punk ohne Gitarre”, “Drum’n'Bass ohne Bass” und “Techno ohne Technik”? Was kann man von einer Band erwarten, die nur aus Drums und Cello besteht? Was kann man von einer Band erwarten, deren Name frei übersetzt “Mut zur Mischung außerhalb der Hörgrenzen” bedeutet? Zugegeben: Alle Beschreibungen der Musik von Guts Pie Earshot klingen zwar abenteuerlich und spektakulär, klingen nach Einzigartigkeit - aber einen Sound kann man sich doch nicht wirklich vorstellen.

Im Anfang war das Flowerhouse

Aber ganz von vorne: Guts Pie Earshot gründen sich 1991 in Köln als “Punkband mit Cello” - selbst in den musikalisch fragwürdigen 90ern ein Kuriosum! Anfangs noch unter dem Namen Flowerhouse bekannt, pflegt die Band schon seit ihrer Entstehung enge Kontakte zur Hausbesetzer- und Bauwagen-Kultur, spielen auf deren Partys und Festen und machen sich in der Szene schnell einen Namen. 1993 stößt die Sängerin Anneke Pohl zu den bis dahin vier Musikern. Im gleichen Jahr ändern sie auch ihren Namen: Aus Flowerhouse wird Guts Pie Earshot.

Die Kölner Band gilt schon bald als Ausnahme-Act und wird selbst von Fachzeitschriften wie der Intro als musikalisches Bonbon gehandelt. Dokumentationen und Hörspiele verwenden ihre Musik, die fünf experimentieren in vielerlei Richtungen. Sie veröffentlichen CDs, spielen auf Szene-Partys und werden zur gefeierten Subkultur-Band. Doch trotz ihres Erfolges locken tausend Möglichkeiten der Entfaltung die einzelnen Mitglieder und so verlassen erst der Keyboarder Gunther Steudel und später auch Anneke Pohl die Band. Damit ist vorläufig ein Schlusspunkt gesetzt.

5 - 3 = Mehr als nur zwei Musiker

Mehr als zehn Jahre nach ihrer Gürndung, in denen es auch wieder still wird um die Band, feiern Guts Pie Earshot 2004 ihre Rückkehr – von den fünf mit Bass, Sampler, Drums, Cello und Gesang sind nur noch Patrick Cybinski am Cello und Jean Jacobi an den Drums übrig geblieben. Wer nun aber glaubt, die Band hätte an Kraft und Ausdruck verloren, der irrt: Mit einer Energie, die ganze Clubs zum Explodieren bringt und mit Musik, die in einer düster-melancholischen Weise Gänsehaut zaubert, vermischen die zwei Punk, Hardcore, Drum’n'Bass zu einer Musik von unbekannten Ausmaßen. Die Breakbeats, die Jacobi in übermenschlicher Geschwindigkeit aus den Drums herausholt, verbinden sich in myseriöser Art und Weise mit den unbeschreiblichen Klängen des Cellos. Es scheint, als wäre völlig neue Musik geboren.

So sehr man sich bemüht, Worte können die Musik von Guts Pie Earshot nicht fassen. Nicht nur das: Es scheint, als würde jede Beschreibung die Cello-Drums-Klänge nur gefangen halten. Denn wie der Name schon sagt, liegt Guts Pie Earshot weit abseits konventioneller Hörgewohnheiten und gradliniger Stilkategorien. Was kann man also erwarten von dieser Band? Mein Tipp: Nichts! Denn jede Vorstellung wäre eine Beleidigung für etwas, was man sich nicht vorstellen kann. Deshalb am besten selber anhören und die Hörgrenzen mal ordentlich durchmischen lassen.

Saufen, Sonne, Sommerfest

Juni 25, 2008

von Janek Rauhe

Seit 28 Sommern verwandelt sich der Campus der Uni Mainz in eine große Festivalfläche. Immer gegen Semesterende steigt das große AStA-Sommerfest. 1980 hat alles klein angefangen, heute kommen bis zu 20.000 Besucher. Damit ist das Sommerfest die drittgrößte Open Air-Veranstaltung in Rheinland-Pfalz. www.asta-sommerfest.de

Mit dem Fest lädt der AStA seine Studenten, die Professoren und die Angestellten und Alumni der Uni ein, gemeinsam das nahende Ende der Vorlesungszeit zu feiern - mit reichlich Alkohol. Neben Bier- sorgen Cocktail- und Sektstände für Gelegenheit mit den Kommilitonen und Professoren anzustoßen.

Traditionell beginnt das Fest nachmittags mit dem internationalen Markt, auf dem es eine Vielzahl an internationalem Essen, Getränke und Kunsthandwerk zu kaufen gibt. Am Abend startet das Bühnenprogramm mit Live-Musik von regionalen Künstlern. In der Regel gibt es jedes Mal ein Festivalkino, auf dem Produktionen von Mainzer Studierenden der Universität sowie der Fachhochschulen gezeigt werden. Der Eintritt zum Fest ist frei und damit ist es “eines der größten nicht kommerziellen Uni-Feste-Deutschlands” (AStA-Eigenwerbung).

www.asta-sommerfest.deDer AStA überträgt die Planung und Konzeption auf ein Organisationsteam. Jedes Jahr im Oktober wird die Ausrichtung des Fests ausgeschrieben. Der AStA wählt das beste Konzept aus und beauftragt anschließend das Orga-Team mit der Umsetzung.

Die logistische und infrastrukturelle Unterstützung bleibt aber beim AStA. So organisiert er beispielsweise die Pressearbeit oder übernimmt nach dem Fest die Abrechnung und Versteuerung. Auch inhaltlich kann er unterstützen: In diesem Jahr treten auf den Live-Bühnen die Gewinner des AStA-Bandwettbewerb auf.

Da keine Eintrittsgelder verlangt werden, setzen sich die Einnahmen nur aus dem Getränkeverkauf, den Standmieten und Swww.asta-sommerfest.deponsorengeldern zusammen. Das Sponsoring sorgt immer wieder für Kritik. Einerseits wird kritisiert, dass zu wenig Sponsoren für das Fest gewonnen werden, anderseits wird bemängelt, dass zu viele Sponsoren mitwirken und das Fest so kommerzialisiert wird.

Falls Gewinne erzielt werden, dann fließen sie in den AStA-Haushalt und ermöglichen ihm weitere Projekte zu finanzieren - unabhängig von den Einnahmen durch den Semesterbeitrag.

Jobbörse stellenwerk - “Das Interesse ist auf beiden Seiten groß”

Juni 24, 2008

Lehrredaktion Online sprach mit Frau Petra Giegerich über die Jobbörse “stellenwerk”, ein externer Marktplatz für Jobs, Praktikas, Diplomarbeiten und private Angelegenheiten. Studierende, als auch Absolventen finden hier mit Mindestlöhnen verknüpfte, seriöse Angebote und können darauf wohl auch in Zukunft setzen. Diese Plattform ausführlicher vorzustellen haben wir uns in dieser Woche zur Aufgabe gemacht.

LeOn: Welche Gründe gab es für die Eröffnung eines Uni-internen Jobportals? Seit wann existiert es? Inwieweit ist die Uni involviert?

Frau Petra Giegerich im BildFr. Giegerich: Seit Jahren gibt es bereits Jobbörsen auf der Homepage der Johannes Gutenberg-Universität Mainz –allerdings dezentral an verschiedenen Stellen. Hierzu zählten u.a. die WiWi-Jobbörse der Wirtschaftswissenschaftler, die Stellenausschreibungen der Universität auf der Homepage der Personalabteilung oder der Stellenmarkt im Rahmen des Career Services der Jobmesse auf den entsprechenden Webseiten. Der Zugang zu diesen Seiten erschloss sich nicht „auf den ersten Klick“. Ziel war daher, diesen Service zu verbessern, sprich: die Angebote zu bündeln und einen Zugang direkt von der Startseite der Homepage zu einem zentralen Jobportal zu ermöglichen. Dieses Portal ging Ende des Jahres 2007 an den Start und führt nun den internen und externen Stellenmarkt zusammen: http://www.jobmesse.uni-mainz.de/87.php

Beim externen Stellenmarkt haben wir uns entschlossen, mit einem externen Partner „Stellenwerk“ zusammenzuarbeiten, was zu einer weiteren Professionalisierung des Portals führte. Die Firmen können nun direkt ihre Angebote eingeben. Die Verwaltung erfolgt über „Stellenwerk“, so dass bei uns keine Personalkapazitäten gebunden werden oder Kosten anfallen (z.B. für Eingabe der Texte, Kundenberatung etc.). Zudem wird über diesen Partner das Jobportal überregional beworben.

Logo des Stellenwerkes

LeOn: Es stehen bisher nur 10 Angebote in dem Portal – wie läuft die Auswahl der Angebote? Gibt es ein spezielles Auswahlverfahren oder ist es einfach noch nicht so bekannt?

Fr. Giegerich: Es muss ein Mindestlohn gezahlt werden; zudem werden rechtswidrige, anstößige o.ä. Inhalte selbstverständlich nicht zugelassen. Weitere Auswahlverfahren bestehen nicht. Die geringere Zahl ist wohl auf das Semesterende zurückzuführen; zu Semesterbeginn waren weit mehr Angebote eingestellt. Zudem stehen auch immer nur die jeweils aktuellen Angebote im Netz, das heißt: die Gesamtzahl der Angebote ist natürlich über den Verlauf der Monate hinweg weit höher.

LeOn: Wie ist denn die generelle Resonanz bei Studenten und Firmen? (Gerade im Bezug auf die Fülle von Konkurrenzangeboten im Internet.)

stellenwerk, das Jobportal der Universität MainzFr. Giegerich: Das Interesse ist auf beiden Seiten groß – dieses Interesse bezieht sich ja nicht nur auf das Jobportal, sondern wir bieten an unserer Universität eine Vielzahl von Rekrutierungsmaßnahmen an, die sowohl von Studierenden als auch von Unternehmen stark frequentiert werden, z.B. die Jobmesse im November oder individuelle Career Days das ganze Jahr hindurch. 2007 haben wir so zur 10. Jobmesse eingeladen! Während viele andere Jobmessen in den vergangenen Jahren aufgegeben haben, wird unsere Jobmesse nach wie vor stark nachgefragt und als Plattform genutzt. Dabei arbeiten wir auch eng mit dem Hochschulteam des Arbeitsamtes oder dem Projekt Geist und Wirtschaft auf dem Campus zusammen, die weitere Aktivitäten im Programm haben.

LeOn: Liegt das vielleicht an den Preisen? Praktikumsanzeigen auf stepstone.de sind kostenfrei … (auch wenn die Preise des Stellenwerkes ansonsten verhältnismäßig niedrig sind)

stellenwerk auf der Universitäts-WebseiteFr. Giegerich: Wie gesagt, schwankt die Frequenz der Angebote mit dem Semesterverlauf. Die Einführung der Gebühr wurde von den Unternehmen kommentarlos akzeptiert. Es erreichten uns keine Beschwerden. Schließlich, wie Sie selbst sagen: Die Gebühr ist eine geringe Verwaltungsgebühr, die angesichts der Personaletats der Unternehmen wirklich nicht nennenswert ist.

LeOn: Sind Partnerschaften mit anderen Jobbörsen geplant?
Wie sieht die generelle Zukunft des Jobportals aus? Bleibt es ein Nischenprodukt?

Fr. Giegerich: Wir sehen das Jobportal nicht als Nischenprodukt. Im Gegenteil, es ist ein Baustein des Career-Services an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Und diesen Career Service werden wir in den nächsten Jahren – insbesondere als Serviceleistung für unsere Studierende – weiter ausbauen und entwickeln. Ob in diesem Zusammenhang Partnerschaften mit anderen Jobbörsen eingegangen werden – darüber wird selbstverständlich nachgedacht.

Vielen Dank für das Interview.

„Europa zur Gast bei Freunden“

Juni 20, 2008

Der Juni 2008 ist spürbar mit der Europameisterschaft verbunden. Die Fußball-Euphorie ist deutlich zu sehen. Aber außer Fußball gibt es auch die Theaterbiennale des Staatstheaters Wiesbaden in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Mainz. Unter dem Namen „Neue Stücke aus Europa“ (New Plays from Europe) findet im Zeitraum vom 12. bis 22. Juni schon zum dritten Mal ein Spiel, aber diesmal nicht im Stadion, sondern auf den Bühnen der beiden gastgebenden Theater statt.

Die Mitglieder der künstlerischen Leitung, vor allem Manfred Beilharz, Tankred Dorst, Ursula Ehler und Markus Bothe, haben zusammen mit ihren Mitarbeitern, nach Empfehlung etablierter Autoren, auf Reisen durch Europa die Theaterstücke ausgesucht und sie zum diesjährigen Festival eingeladen. Dieses Jahr sind es 29 Stücke aus 24 Ländern. Die Stücke werden in ihren originalen Sprachen mit deutscher Simultanübersetzung gezeigt. Um Informationen über ein Stück oder über den Hintergrund dessen Entstehung zu erhalten, findet vor jeder Vorstellung eine kurze Einführung statt.

Es werden die Stücke von vielen bekannten Regisseuren vorgeführt. Jedoch ist es für viele der Autoren auch ein Debüt auf internationaler Bühne. Wichtig ist hier auch die Tatsache, dass die Autoren Kontakt zum Publikum, beziehungsweise dessen Feedbeck bekommen. Die Theaterbiennale bietet die Möglichkeit Kontakt mit den Autoren aufzunehmen. Nach jeder Vorführung hat man die Chance mit den Schauspielern, Regiseuren und Autoren ins Gespräch zu kommen. Dieser Gelegenheit nutzt das Publikum, um  Fragen zu stellen, Unklarheiten zu beseitigen oder ihre Neugier zu befriedigen.

Außerdem bieten die Veranstalter des „Neue Stücke aus Europa“ viele zusätzlichen, begleitende Veranstaltungen zu der Theaterbienalle an. Gemeint sind hier Symposien und Workshops. Im Zeitraum vom 12. bis 22. Juni werden Diskussionen und Vorträge geführt. Selbstverständlich soll die Bienalle eine große Feier sein. Dafür werden jeden Abend Partys mit Konzerten organisiert, damit sich die Autoren untereinander und auch das Publikum in einer ungezwungenen Umgebung durch spontane, lockere Unterhaltung kennenlernen können. Aber das ganze Festival ist auch eine gute Gelegenheit den Menschen zu zeigen, dass die Kulturen, der verschiedenen Länder sehr interessant sind und man über Kunst die Mentalität der Nationen  kennenlernen kann. Vielleicht ist das gerade diese Chance den Menschen zu zeigen, wie wichtig es ist nicht nur nach vorgefertigten Kriterien zu beurteilen.

Ohne Stimme hört dich keiner!

Juni 19, 2008

ein Kommentar von Janek Rauhe

Wenn man einen Beweis für Politikverdrossenheit haben will, dann muss man nur auf die Vollversammlung der Verfassten Studierendenschaft gehen.  Schnell stellt man fest, dass man ziemlich alleine ist. Kein Student interessiert sich für den AStA. Keiner geht hin.

Eine vertane Chance! Wir haben als Studenten die Möglichkeit uns in die Unigremien einzubringen, selbst für bessere Studienbedingungen zu sorgen, unser Lernumfeld selbst zu gestalten. Und wie reagieren die meisten auf diese Möglichkeit? Mit Desinteresse!

Das stimmt umso trauriger, als dass unsere Kommilitonen in Bayern und Baden-Württemberg neidisch auf unser System blicken. Dort gibt es keine studentische Selbstverwaltung. Die Unileitungen können entscheiden, was sie wollen ohne die Interessen der Studis zu berücksichtigen. Wir in Rheinland-Pfalz haben es besser. Bei uns ist der engagierte Student nicht verpönt. Bei uns ist die studentische Selbstverwaltung per Gesetz erlaubt und sogar erwünscht.

Doch wir machen kaum was daraus. Wir lassen das extreme Potential, das in der Selbstverwaltung liegt, verpuffen. Nicht weil unser AStA oder StuPa schlecht arbeitet - im Gegenteil, trotz mieser Wahlbeteiligung (bei der letzten Wahl fast 10 Prozent) lassen sich die AStA-Vertreter nicht von ihrem Kurs abbringen. Sie organisieren für uns das Studiticket, sie begleiten die Umstellung auf Bachelor und Master kritisch und gegeben Tipps, sie finanzieren sogar unsere Partys - denn die Fachschaftsfeten zahlt immer noch der AStA.

Nein, wir lassen das Potential verpuffen, weil wir nicht zeigen, dass wir hinter der Verfassten Studierendenschaft stehen. Ein Zeichen wäre auf die Vollversammlung oder bei der nächsten StuPa-Wahl wählen zu gehen! Nicht jeder merkt vielleicht die Vorteile, die aus der Selbstverwaltung erwachsen, aber wenn man plötzlich kein Studiticket, keine Feten auf dem Campus oder keine Fachschaften mehr hätte, wäre der Aufschrei groß. Deshalb: Nutzt eure Stimmen in der Verfassten Studierendenschaft. Wie hat eine Kampagne des Bundesamt für politische Bildung einmal richtig festgestellt: Ohne Stimme hört dich keiner!

“Wir geben unser Bestes”

Juni 19, 2008

Der AStA lädt zur Vollversammlung – und keiner geht hin. Vor einem fast leeren Hörsaal legt der AStA seinen Rechenschaftsbericht über das letzte halbe Jahr vor. Themen sind unter anderem die brisante Wohnheimrenovierung von Inter I und II sowie die Verschiebung der StuPa-Wahl.

Vollversammlung im leeren HörsaalVielleicht fünfzehn Studenten sind dem Aufruf des AStAs gefolgt, an der Vollversammlung der Verfassten Studierendenschaft teilzunehmen. Berechtigt ist jeder eingeschrieben Student der Universität – also knapp 35.000 Studenten. Ziemlich einsam berichten die Vertreter des AStA den anwesenden Studenten über ihre Arbeit des vergangenen halben Jahres.

„Natürlich finde ich es schade, dass so wenige Studierende zu unserer Vollversammlung gekommen sind“, meint AStA-Vorsitzende Lisa Bicknell, 23, „aber ich glaube, dass es momentan wenig Beschwerdebedarf gibt, dadurch bekommen wir auch weniger Aufmerksamkeit “.  Oppositionsabgeordnete Vera Jung (ALF)

Einige Oppositionsabgeordnete des StuPa sind ebenfalls zur Vollversammlung erschienen und zeigen sich mit der Regierung ausnahmsweise ziemlich einig: „Es ist traurig, dass sich so Wenige interessieren. Neben der Wahl ist doch die Vollversammlung das einzige demokratische Element, dass ein Student direkt nutzen kann“, meint Vera Jung von der oppositionellen Alternativen Liste der Fachschaftler (ALF). Schuld sei ihrer Ansicht die falsche AStA-Vorsitzende Lisa BicknellÖffentlichkeitsarbeit des AStA. „Ich habe auf dem ganzen Unigelände keinen Flyer für die Vollversammlung gesehen! Kein Wunder, dass das niemand mitbekommt“, kritisiert sie gegenüber LeOn. Die Studenten wurden zwar per E-Mail über die Vollversammlung informiert, Jung hält dieses Instrument jedoch für wenig effektiv. „Viele benutzen ihren Uniaccount überhaupt nicht!“.

Bicknell kann die Anschuldigungen der Opposition nicht nachvollziehen. „Wir geben schon unser Bestes. Es darf aber nicht vergessen werden, dass wir das alles ehrenamtlich machen“. Eine professionellere Öffentlichkeitsarbeit sei zwar wünschenswert, aber einfach nicht zu stemmen. „Die PR ist schon so gut wie möglich - wir können aber nicht mit Lautsprechern den ganzen Campus auf und ab laufen und rufen: Hey wir haben Vollversammlung!“

Inter I wird wahrscheinlich renoviert

Und eigentlich müssten die Themen viele Studenten locken. Viele Studenten leben in Wohnheimen des Studierendenwerks und nun ist geplant, einige von ihnen zu sanieren. Der AStA hat Nicole Gotthardt, ein studentisches Mitglied aus dem Verwaltungsrat des Studierendenwerks, geladen, damit sie über die neusten Entwicklungen bei den Sanierungsplänen fürs Inter I und II berichtet. Bis auf Inter I und II sind alle Wohnheime im Besitz des Mainzer Studierendenwerks. Die beiden Inter-Wohnheime auf dem Campus gehören aber noch dem Land. Ein Plan sie in den Besitz des Studierendenwerks zu überführen ist bislang gescheitert.

Mit dem Besitzerwechsel sollten die Wohnheime auch saniert werden. Einen entNicole Gotthardt, Mitglied des Verwaltungsrats des Studierendenwerkssprechenden Plan hatten die studentischen Vertreter im Verwaltungsrat vorgestellt. Das Land lehnte dieses Vorhaben jedoch ab. Es sei keine Gefahr im Verzug, eine Renovierung nicht nötig, so Gotthard. Der Zustand der Inter-Wohnheime ist aber berüchtigt. Um das Inter II ist eine Plane gespannt, weil Teile der Fassade herunterkommen könnten. „Anscheinend sollen die Studenten so lange in den Wohnheimen wohnen, bis sie auseinanderfallen“, bemerkt Gotthard ironisch. Mittlerweile sei das Land dazu bereit, Inter I zu sanieren. Ein entsprechendes Gutachten wird erstellt. Es orientiert sich an dem Plan der Studenten. Höchstwahrscheinlich bedeutet dies für die Bewohner von Inter I, dass sie zum 01. Oktober ihre Sachen packen müssen. Das Studierendenwerk sei aber bemüht, dass alle Studenten, die ausziehen müssten, in anderen Wohnheimen unterkommen könnten, so Gotthardt.

Keine StuPa-Wahl im Sommer

Ein weiteres wichtiges Thema war die Wahl zum Studierendenparlament. StuPa-Präsident Benjamin Fröhlich-Rodrigues, 29, verkündete, dass die geplante Wahl in diesem Semester nicht stattfinden könne. Die geänderte Wahlordnung sei bisher noch nicht vom zuständigen Ministerium genehmigt worden.

Grund für eine neue Wahlordnung war eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Mainz gegen die letzte Stupa-Wahl. Die Kläger hatten unter anderem moniert, dass die Wahlkreise unterschiedlich groß zugeschnitten waren. So war es in einigen Wahlbezirken leichter, ein Direktmandat zu erhalten als in anderen. Außerdem waren die Studenten des Studierdenkolleg nach der alten Wahlordnung in gar keinen Wahlkreis eingeteilt, aber eindeutig stimmberechtigt.StuPa-Präsident Benjamin Fröhlich-Rodrigues

Vor Gericht konnte ein Kompromiss erzielt werden. Die Wahl würde nicht für ungültig erklärt, wenn eine neue Wahlordnung ausgearbeitet würde. Da dieser Forderung nachgekommen wurde, setzte das Gericht die Klage aus. „Das Problem mit der Wahlordnung hätte schon vor der Klage auffallen müssen“, räumt Fröhlich-Rodrigues ein. Eine Neufassung der Wahlordnung muss aber dem Wissenschaftsministerium zur Prüfung vorgelegt werden. Die Prüfung ist aber noch nicht abgeschlossen, wodurch eine Wahl im Sommersemester nicht mehr fristgerecht stattfinden kann. Eine Wahl nach alter Wahlordnung sei möglich, „politisch aber nicht zu verantworten“, meint Fröhlich-Rodrigues. „Das Gericht hat die letzte StuPa-Wahl nur nicht für ungültig erklärt, weil wir versichert haben, dass wir erst mit einer neuen Wahlordnung wieder wählen werden“.

Die nächste Wahl wird damit erst im Wintersemester 2008/2009 abgehalten werden können. Dadurch verlängert sich die Legislatur des 58. Studierendenparlaments um eine halbes Jahr. Auch die Amtszeit der politischen AStA-Referenten verlängert sich um diesen Zeitraum. Das sorgt für Kritik. Vor allem von Seiten der Opposition. „Die Amtszeit eines Referenten verlängert sich um 50 Prozent. Mir fehlt da die Legitimation“, meint ALF-Vorsitzende Vera Jung.  StuPa-Präsident Fröhlich-Rodrigues sieht die Verlängerung der Amtszeit gelassen. Sowohl nach der neuen als auch nach der alten Satzung sei eine längere Amtszeit im Ausnahmefall möglich.

Kommentar: Thind wir nich sssuper?

Juni 13, 2008

von Jonas Vomstein

König Fußball hat uns alle vor zwei Jahren bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land in eine ziemlich ausgelassene Partylaune versetzt. Dazu konnten die Deutschen ihr Image aufpolieren, sodass das Klischee-Bild vom durchschnittlichen Deutschen nicht mehr ausschließlich von Leistungsfähigkeit, Arbeitswillen und einer starken Führungshand dominiert wird. Nicht zu vergessen, dass die Vergangenheit nicht mehr sofort bei jeder sichtbaren schwarz-rot-goldenen Fahne angemahnt wird. Und unsere Nachbarn – oder sogar die ganze Welt? – liebt uns. Friede, Freude, Eierkuchen oder „Wiehr thind sssuper“, wie es Bela B., der Schlagzeuger der Band Die Ärzte, in einem Lied schreibt.
Fußball bedeutet also, wenigstens teilweise, Völkerverständigung. Das haben wir ja 2006 im eigenen Land gesehen: Eine bunte Party, von der niemand ausgeschlossen war. Sofort standen auch viele Meinungsmacher bereit – Politikwissenschaftler, Soziologen, sogar Pfarrer und der Kaiser sowieso -, um allen zu erklären, wie viele große Probleme König Fußball lösen kann. Tretet gegen den Ball und alles wird gut! Fröhlicher Patriotismus anstatt sich ständig ans Dritte Reich erinnern zu müssen…
Da ist man wohl ein bisschen ein Spielverderber, wenn man nun darauf hinweist, dass in Klagenfurt 140 deutsche Neonazis festgenommen wurden. Es soll an dieser Stelle gar nicht so getan werden, als wäre es absolut verwerflich, sich über Siege der Nationalmannschaft zu freuen. Aber die Frage, warum diese Patriotismussoße den sich vor Scham verkriechenden Riesen Deutschland irgendwo heraus geweckt haben soll, bleibt für mich unbeantwortet. Ja, ich werde auch ein bisschen nostalgisch, wenn ich im Fernsehen zum x-ten Mal sehe, wie Helmut Rahn das 3:2 gegen Ungarn erzielt, aber die neue deutsche Zeitrechnung hat trotzdem nicht 1954 in Bern begonnen. Und ja, ich hab mich auch über die beiden Kisten von Poldi am letzten Sonntag gefreut. Aber es sollte nicht vergessen werden, dass die ganze Geschichte ebenso zwei negative Seiten hat: Die eine ist hässlich und kahlköpfig, die andere weht meist an Autos oder ist auf mal mehr, mal weniger entzückende Bäckchen gemalt und sieht ein bisschen lächerlich aus (na gut, das tun die Glatzköppe mitunter auch). Jedenfalls soll hier am Ende eine viel zitierte Weisheit von Sepp Herberger stehen: „Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten.“ Sorry Leute, viel mehr isses nich…

Ich geh-o dann mal

Juni 13, 2008

Der GeoCup ist eine fußballerische Veranstaltung der Fachschaft Geographie, welcher jährlich auf dem Kunstrasen des SV 1912 Bretzenheim ausgetragen wird. Teilnehmer sind ausschließlich Professoren, Lehrende, Mitarbeiter und Studierende des geographischen Instituts.

Am Mittwoch, dem 11.06.2008 war es mal wieder soweit, das alljährlich Fußballturnier für Geographen war angesagt. Nun stellt sich die Frage, ob dies ein gut gewählter Zeitpunkt für solch eine Veranstaltung sei, denn für die fußballinteressierten Teilnehmer findet zeitgleich ein anderes großes Turnier statt - die Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz. Zum Glück ist es einigen Geographie-Studenten gegönnt, sich als Wahlpflichtfach mit Publizistik zu vergnügen, so dass man hieraus eine Lösung in Form des Riepl’schen Gesetzes ziehen kann. Laut Riepl verdrängt eine neue Mediengattung eine ältere niemals gänzlich, zwingt diese aber dazu ihre publizistischen Formen und Funktionen zu ändern. Übertragen auf die aktuelle Problematik, besagt das Gesetz also, dass die EM keinesfalls die Teilnahmebereitschaft am GeoCup verringert, denn die Fachschaft veränderte den Auftritt des Amateurturniers gekonnt: ab 18 Uhr stand den Fußballfans ein Fernseher mit der Live-Übertragung des Kontinentalturniers zur Verfügung.

„Hol’ mir ma’ ’ne Flasche Bier“

Da auch der verrückteste Fußballanhänger irgendwo nur ein Mensch ist und dieser trotz Ausnahmezustand Europameisterschaft nicht nur von Live-Übertragungen leben kann, gelüstet es ihm natürlich nach Speis’ und Trank. In der Teilnahmegebühr von € 5,00 pro Person waren zwei Getränke und ein Essen beinhaltet. Bei erfreulichen Preisen ist dies natürlich ein kaum zu schlagendes Angebot. Neben dem für Amateurfußballer wichtigsten Getränk Bier, gab es noch Radler sowie die üblichen Verdächtigen Cola, Fanta und Wasser. Jeweils für € 1,50 pro 0,33l gab es keine Probleme den erspielten Durst adäquat zu löschen. Im Kontrast zur Flüssignahrung gab es diese auch noch in festerer Form. Frisch vom Grill wurden Würstchen und Steaks im Brötchen für € 1,50 bzw. € 2,50 angeboten. Für Beilagenliebhaber und unsere vegetarischen Freunde war zusätzlich kostenloser Kartoffelsalat im Essenssortiment zu finden.

Interessante Regelkunde für Interessierte der Erdkunde

Ach ja, Fußball wurde während des Turniers auch gespielt. SpielIn leicht abgewandelter Form wohlgemerkt. Absicht dieser Regeländerungen ist eine Verringerung der Verletzungsgefahr und mehr Spielspass für Nicht-Fußballer. Im Einzelnen machen sich die Änderungen wie folgt bemerkbar: Die wohl entscheidenste Abweichung vom ursprünglichen Regelwerk ist das Verbot des Laufens und Rennens. Gehfußball ist angesagt. Wie definiert man nun Gehen? Man bewegt sich gehend fort, solange immer ein Fuß auf der Erde ist. Manche Zeitgenossen interpretieren diese Regel in seltsamster Weise, weshalb es hier im Ermessensspielraum des Schiedsrichters liegt, was noch zu Gehen und schon zu Laufen zählt. Das Spielfeld ergibt sich aus dem 16m-Raum, die Tore sind jeweils an den kürzeren Seiten dieses Rechtecks aufgestellt. Gespielt wird mit fünf Feldspielern und einem Torwart, wobei zu jeder Zeit des Spiels mindestens ein Mädchen pro Mannschaft auf dem Platz zu stehen hat. Die Abseits- und die Rückpassregel sind aufgehoben, anstatt eingeworfen wird der Ball eingerollt.
Gerade die Regeländerung des Laufverbots wird von einigen als das störendste Element dieses Turniers angesehen. Kritiker sehen hier einen Verlust an Action und Tempo, was dann zur Langeweile und Desinteresse führt. Doch zum Glück gibt es für diese Damen und Herren zur Zeit ein hervorragendes Substitut, um ihre Lust an temporeichem und actiongeladenem Fußball zu befriedigen: die Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz.

Kommentar: Das gibt es doch auch bei uns…

Juni 6, 2008

Cheerleading ist eine der beliebten Sportarten am amerikanischen College. Es geht hier jedoch nicht um den Sport der eigenen Cheerleading-Gruppe, sondern um die Mannschaft, die von ihnen angefeuert wird. In den USA ist es eigentlich ein Muss, dass die Baseball-Teams bei jedem Spiel von den Mädchen in kurzen Röcken begleitet wird. Es gehört einfach dazu. Die amerikanischen Filme und Serien zeigen oft die Team-Führer als Menschen, die alles können und von jedem beachtet werden. Und warum? Die Frage bleibt vorerst offen. In Europa ist doch Cheerleading fast nicht zu sehen. Wer hat bei einem Spiel einer Mannschaft die Mädchen, die die Jungs zum Kampf um den Sieg anfeuern gesehen? Keiner. Das ist klar.

Hat dann das Cheerleading als Feuer-Team in Europa eine Zukunft? Seit ein paar Jahren hat auch auf unserem Kontinent dieser Sport an Interesse gewonnen. In Europa ist Cheerleading als alleinstehende Sportart zu sehen. Auch hier, an der Uni Mainz gibt es eine Gruppe, die Nikes. Und hier sind auch Männer dabei (was in USA als eine Schande aufgefasst werden). Wichtig ist es dabei die Figur-Konstelation und dabei angesagte Team-Arbeit. Dabei geht es um Koordination, Akrobatik, Sprunge und Teilweise hohe Sprung. Es gibt keine „blöden“ Sprüche oder „blödes“ Reingerufe.
Wer also das Cheerleading in neuer „europäische“ Version kennenlernen möchte, kann sich gerne an unsere Nikes wenden.