Der blaue Planet…?
Juni 19, 2008Wasser gilt als Quell allen Lebens. In unseren Breiten zudem als fast selbstverständliche Ressource. Es ist überall frei zugänglich, billig und wird zumeist ohne größere Bedenken großzügig konsumiert. Die hiesige „solide“ Wasserversorgung gilt in vielen Teilen der Welt allerdings nicht als selbstverständlich. In der, im Rahmen des Studium Generale an der Uni Mainz stattfindenden, Vortragsreihe zum Thema „Wasser: Molekül, Lebensstoff und Menschheitsproblem“ referierte Prof. Dr. A. Bronstert zu diesem Thema.

Die Trockenregionen der Erde nehmen stetig zu...
Engländer trinken am meisten…Wasser!
Aus dieser ungleichen Verteilung folgt natürlich auch eine ungleiche Wassernutzung. Am schlechtesten ist die Versorgung auf dem afrikanischen Land. Während ein Afrikaner täglich im Durchschnitt 47 Liter Wasser verbraucht, beansprucht ein Amerikaner pro Tag 578 Liter. Ein Sechstel der Weltbevölkerung hat gar keinen Zugang zu sauberem Wasser.
Die Klimaänderung als elementarer Faktor
Das Klima gilt als wichtigster Einflussfaktor für die Wasserverfügbarkeit auf der Erde, stellt es doch den „Motor“ für den globalen Wassertransport dar. Aber auch hinsichtlich der regionalen Temperaturen und insbesondere Temperaturschwankungen wird die Bedeutung klimatischer Vorgänge erkennbar. Man denke in diesem Zusammenhang an die intensive Berichterstattung der letzten Jahre und der damit einhergehenden dramatischen Bilder riesiger ins Polarmeer abstürzender prähistorischer Eismassen.
Weitere deutliche Zeugnisse der klimatischen Einflussnahme werden jedoch auch im lokalen Rahmen sichtbar: So zum Beispiel der Rhein im Winter, der vor 200 Jahren in bestimmten Gebieten noch komplett mit einer Eisschicht bedeckt war. Generell werden Eisaufbrüche in nordischen Flussgebieten zunehmend früher verzeichnet.
Andere Einflussfaktoren
Aber auch andere Einflüsse, welche auf den Menschen zurückzuführen sind, beeinflussen die Wassernutzung maßgeblich: Landwirtschaft und Industrie. Diese beiden Sektoren stellen den größten Verbrauch von Wasser mit zusammengenommen 87 Prozent.
Mit den, im Laufe der letzten 200 Jahren, entstandenen technischen Innovationen und einer wachsenden und zunehmend konsumierenden Weltbevölkerung ist das Leistungspotential unserer Erde also – besonders in Bezug zu den verfügbaren Ressourcen – erschöpft. Es kann längst nicht mehr von einer nachhaltigen Entwicklung gesprochen werden. Das beste Beispiel hierfür findet sich im Yemen: Hier wird mithilfe immer leistungsfähiger Pumpen Tiefengrundwasser zur Bewässerung der landwirtschaftlichen Flächen gefördert, was aufgrund der starken Verdunstungsrate und der schlechten Bewässerungssysteme extrem ineffizient genutzt wird. Die Folge: Der Pegel des unwiederbringlichen Grundwassers fällt jährlich um fünf Meter ab.
Ausblick
Schlußendlich lässt sich sagen, dass nicht Effekte des Klimawandels, sondern vor allem das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum und deren steigende Anforderungen auf der Erde die Ausgewogenheit und Verfügbarkeit des Wassers bedrohen. Dies wird anhand der Tatsache deutlich, dass Schätzungen zufolge im Jahr 2025 mehr als drei Milliarden Menschen unter Wassermangel zu leiden haben werden.

Der blaue Planet...wie lange noch?
Noch wichtiger ist aber ein verantwortungsvoller Umgang mit dem flüssigen Gut, auch in den gesegneten Gebieten dieser Erde – bedrohen territoriale Konflikte aufgrund von Ressourcensicherung, und seien sie noch so weit entfernt von der westlichen Welt, doch mindestens im globalpolitischen Sinne, auch uns und erfordern von jedem von uns einen bewussten Verbrauch des kostbaren Gutes Wasser.

Nach diesen dem Ohr unvertrauten Klängen wurden die Hörer jedoch wieder auf altbekanntes Terrain geführt, denn nun folgten zwei Beispiele der Popmusik, natürlich verkörpert durch die Rolling Stones („Ruby Tuesday“) und die Beatles („All you need is love“). Interessant waren hierbei natürlich weniger die Klangbeispiele an sich, sondern die Interpretationen seitens Striegel. So verdeutlichte er anhand konkreter Textstellen die kulturellen Elemente der 68er-Bewegung hinsichtlich alternativer Lebensentwürfe und zeigte den intellektuellen kritisch-satirischen Charakter des Beatles-Textes auf.




