Puma Chef Jochen Zeitz wechselt zur französischen Pumatochter PPR
Der sportliche Manager wechselt nach 17 Jahren seinen Job. Der 47-jährige war lange Zeit das Gesicht von Puma. Nach seinem Studium in Mannheim begann Zeitz seine Karriere bei Colgate-Palmolive in New York und Hamburg und wechselte dann zur Marketingabteilung bei Puma.Dort stieg er rasch auf und arbeitete sich bis zum Vorstandsvorsitzenden des Sportartikelherstellers hoch.
Puma veränderte, unter seiner Führung, sein Image von einer Billig-Marke zu einem Lifestyle Unternehmen. Zeitz erkannte schon damals das Potential der Marke und sanierte das angeschlagene Unternehmen erfolgreich. Puma wuchs über viele Jahre schneller als die gefürchteten Konkurrenten Nike und Adidas und steigerte seinen Umsatz von 200 Mio. Euro auf zuletzt 2,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Der Aktienkurs entwickelte sich von 8,6 Euro auf zeitweise 350 Euro.
In den Krisenjahren 2008 und 2009 fiel der Aktienkurs auf 25o Euro. Grund hierfür waren ein harter Sparkurs, Produktinnovationen blieben aus. Aber dieser Rückfall konnte den besonnenen Manager nicht erschüttern. Er entwickelte Strategien, wie Puma 2015 einen Umsatz von 4 Milliarden erzielen kann.Umsetzen wird diese ab 2011 aber ein Anderer.
“Er war eine One-Man-Show”, jetzt ist er eher Coach als Spielemacher.”sagt ein langjähriger,enger Mitarbeiter von Seitz. Nun wechselt der passionierte Läufer und Afrika-Fan zur 17-Milliarden Euro schweren Puma-Mutter, dem Luxusgüterkonzern PPR und übernimmt dort die Leitung des neuen Sport- Bereichs. Seine neue Aufgabe ist es Marken zu finden, die das Markenportfolio von Puma ergänzen.Bei Puma bleibt er künftig Verwaltungsvorsitzender.
PPR Vorstand Francois-Henry Pinault überträgt Zeitz auch die konzernweite Verantwortung für nachhaltige Produktion. Bereits bei Puma hatte Zeitz den Plan bis 2015 ein Viertel an C02, Energie, Wasser und Abfall zu sparen und den Schuh-Karton durch eine ökologische Tragetasche zu ersetzen.
Über sein Privatleben verrät der Manager selten etwas. Er ist passionierter Läufer und bewältigte den New York Marathon einmal in 3h 40min. Er spricht 6 Sprachen, darunter auch Suaheli. Der Afrikakenner besitzt in Kenia eine Farm. Diese Leidenschaft zeigt sich auch im Engagement Puma´s in Afrika, dort änderte der Sportartikelhersteller, zur Fussball-WM in Südafrika, in einigen Werbungen das Puma-Logo, indem der afrikanische Kontinent die Raubkatze ersetzte.
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