Veni, vedi, vici – der Puma-Chef Jochen Zeitz

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Im Haifischbecken der Sportartikelhersteller überleben nur jene, die “Biss” zeigen. Jochen Zeitz ist zweifelsohne einer von ihnen. Als leitender Kopf der Sportmarke Puma sorgte er einst für die erfolgreiche Unternehmenssanierung. Das Ergebnis dieser Sanierung waren über Jahre hinweg größere Wachstumsraten als die Konkurrenten Nike und Adidas. Damit nicht genug verbesserte der 47-jährige auch radikal die Umsatzentwicklung von mageren 200 Millionen Euro auf zuletzt 2,5 Milliarden Euro jährlich. Dieser rasante Aufstieg machte auch vor dem Aktienkurs nicht halt: mit einem Startwert von 8,60 Euro vervielfachte sich der Aktienwert zeitweise um das vierzig-fache auf 350 Euro. Es klingelte damit nicht nur in Puma´s Kassen, auch der seit 17 Jahren dem Unternehmen treu gebliebenen Manager durfte sich über ein Jahressalär von sieben Millionen Euro freuen.

Aber es kommen auch Phasen, wo Siegertypen einstecken müssen. Dies bekam der in Mannheim geborene in den Krisenjahren 2008 und 2009 deutlich zu spüren. Jahrelang auf dem Erfolgskurs stürzten Puma´s Aktien auf einen Wert von 250 Euro ab. Grund hierfür waren fehlende Innovationen bei den Produkten. Erneut musste der besonnene und nüchterne geltende Manager harte Bandagen anlegen und seine „Saniererqualitäten“ unter Beweis stellen.

Mit einer neuen Strategie soll der Sportartikelhersteller Puma im Jahr 2015 das Ziel von vier Milliarden Euro Umsatz erreichen. Ab 2011 ist der Umsetzungsstart, allerdings liegt die Verantwortung dann nicht mehr in Zeitz´ Händen. Mit der Neubesetzung der Vorstandschef-Position wird sich der passionierte Sportler seinen neuen Tätigkeiten als Puma-Verwaltungsratsvorsitzender widmen. Mit dem Wechsel zur 17 Milliarden Euro schweren französischen Puma-Mutter PPR (Gucci) zählen als Leiter des neuen Sport-Bereichs das finden, erwerben und übernehmen von neuen Marken zu seinen Hauptaufgaben. Darüber hinaus überträgt ihm der PPR-Vorstand auch die konzernweite Zuständigkeit für nachhaltige Produktion, die u.a. die Einsparung von Co2 und Energie vorsieht.

Ein langjähriger enger Mitarbeiter äußerte sich über Jochen Zeitz so: “Er war eine One-Man-Show, jetzt ist er eher Coach als Spielmacher.“ Welche Coachfähigkeiten die wichtigsten sind, darüber lässt sich streiten. Sicher ist dagegen, nur wer sich in sein Team hineinversetzen kann und die Sprache der Spieler spricht, kann die Mannschaft langfristig zum Erfolg führen. Zeitz spricht sechs Sprachen fließend und verfügt mit einer langjährigen Erfahrung nicht unbedingt über die schlechtesten Eigenschaften als neuer „Unternehmenslenker“.

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