International Christmas Conspiracy

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Europa, Asien, Afrika, Australien und Amerika; Friede, Freude, Eierkuchen, alle singen Jaaaaa”

Was Anno 1995 noch von den Ärzten postuliert wurde trifft zumindest ansatzweise einmal im Jahr zu. Weihnachten ist weltweit präsent, ob religiös verankert oder einfach konsumfördernd übernommen: Ein wenig Frieden und Freude bringen diese magischen Tage auf jeden Kontinent.

I’d Miilad Said!

Weihnachten in Ägypten – Land der Sonne, Wüste und Pyramiden.

Die Kirche der Kopten gehört der Orthodoxen Kirche an und feiert Weihnachten am 7.Januar, dem 29. Tag des koptischen Monats Khiakh.
Der Advent dauert 43 Tage. Während dieser Zeit fasten die Menschen und ernähren sich vor Mitternacht rein vegetarisch.

Am Weihnachtsabend geht jeder in neuer, festlicher Kleidung in die Kirche. Der Weihnachtsgottesdienst endet um Mitternacht mit dem Gong der Kirchenglocke. Anschließend gehen die Menschen gemeinsam nach Hause, um ein festliches Weihnachtsmahl zu essen. Dieses Essen wird als “Fata” bezeichnet und besteht traditionell aus Brot, Reis, gekochtem Fleisch sowie Knoblauch.

Am Morgen darauf besuchen die Menschen in Ägypten und anderen Teilen des mittleren Ostens Freunde und Nachbarn. Sie nehmen “Kahk“, eine Art Lebkuchen mit christlichen Kreuzen verziert, mit und geben es denen, die sie besuchen.

 

Merry Christmas!

Weihnachten in Australien ist wohl das verrückteste Weihnachten des ganzen Erdballs. Da Santa Claus bei 35°C in seinem roten Mantel schnell ins Schwitzen kommen würde, hat er Weihnachten einfach an den Strand verlegt. Nur mit einer Badehose und seinem langen Rauschebart bekleidet, jagt er mit einem Jet-Ski von einer Strandparty zur nächsten.

Die Straßen und Kaufhäuser sind festlich und weihnachtlich geschmückt, man hört überall bekannte Weihnachtslieder, und im “Queen Victoria Shopping Centre” in Sydney beleuchten mehr als 20.000 Glühlampen einen riesigen Tannenbaum. Während die Sonne vom Himmel brennt, tönt “White Christmas” aus den Boxen und Weihnachtsmänner spazieren durch die Straßen.

Für internationale Gäste und Touristen finden am Bondi Beach in Sydney Truthahn-Barbecues statt, bei denen Surfer-Santa lustige Kunststücke auf dem Surfbrett vorführt. Außerdem gibt es in der Stadt die Christmas Parade, einen großen Straßenumzug mit festlich geschmückten Wagen.

Den Heiligen Abend verbringen die Menschen ganz unterschiedlich: Viele wollen die Carols by Candlelight erleben und berühmten Sängern, Chören und Symphonieorchestern lauschen, die bekannte Weihnachtslieder zum Besten geben. Wer lieber mit der Familie zu Hause feiert, der verlegt das Fest einfach nach draußen in den Garten und an den Pool.

Die Geschenke gibt es allerdings erst am Morgen des 25. Dezember. Nach der Bescherung treffen sich die Familien zum gemeinsamen Truthahn- und Plumpudding-Essen.

Shinnen omedeto!

Durch den kommerziellen Sektor gefördert, sind Weihnachtsfeiern in Japan sehr populär, obwohl Weihnachten (Kurisumasu) kein offizieller Feiertag ist. Die Japaner beziehen den Weihnachtsmann in die Feiern mit ein, obwohl er für sie nicht den gleichen Stellenwert besitzt wie in christlichen Ländern. Weihnachten ist in Japan weniger wichtig als der Neujahrstag, der im Gegensatz dazu ein offizieller Feiertag ist.

Völlig im Gegensatz zum Westen ist Weihnachten in Japan eine Gelegenheit für Paare, sich kennenzulernen, und für andere Gruppen, um Partys zu feiern, während Neujahr der Familie gewidmet wird. An Weihnachten schenken sich Verliebte Geschenke, haben ein spezielles Date und spazieren an den Weihnachtsbeleuchtungen vorbei, die von Firmen und Behörden organisiert werden, um das romantische Gefühl zu unterstreichen. Auch Familien und Freunde tauschen kleine Geschenke oder Geld aus.

Völlig untypisch ist auch das Weihnachtsmahl, denn das typische japanische Weihnachtsessen besteht meist aus Pizza oder Hähnchennuggets und Pommes Frites. Japanische Fast-Food-Restaurants nehmen sogar schon ab Anfang Dezember Bestellungen für Heiligabend entgegen. Ein spezieller Teil des japanischen Weihnachtsfests ist die Weihnachtstorte, weiß und oft mit Erdbeeren (Beginn der Erdbeer-Saison) geschmückt, die eine Geburtstagstorte für das Christkind darstellen soll.

Happy Xmas!

In den USA ist Weihnachten, auch Xmas genannt (das X steht für den ersten Buchstaben des griechischen Wortes für Christus), ein schrilles und buntes Fest. Kein Land versteht es besser, die Weihnachtsfeier so zu Überschmücken wie die Vereinigten Staaten. Ganze Straßen werden mit Abertausenden von Lichtern erhellt, grell blinkende Plastik-Weihnachtsmänner klettern an Fassaden empor, Rentiere und Schneemänner wachen in den amerikanischen Vorgärten und ganze Krippenszenen nehmen die öffentlichen Plätze in Beschlag. Wer Gelegenheit hat, zu dieser Zeit in die USA zu fahren, sollte sich das wirklich ansehen: Der Aufwand, der von Bürgern und Geschäftsleuten betrieben wird, ist atemberaubend.

Der Heiligabend (Christmas Eve) spielt eine geringere Rolle als in Deutschland, den Auftakt für viele Familien bildet traditionell die Mitternachtsmesse zum ersten Weihnachtstag (Christmas Day). Die Kinder hängen abends Strümpfe an den Kamin (Christmas Stockings), die Santa Claus am nächsten Morgen (hoffentlich!) mit Geschenken befüllt hat.

Am Christmas Day gibt es dann das traditionelle Christmas Dinner – oft Truthahn. In dem Sinne unterscheidet sich das Weihnachts-Festessen wenig vom Thanksgiving-Dinner. Zum Weihnachtsessen kommen viele Verwandte, Bekannte und Freunde, und man isst zusammen und singt fröhliche Lieder wie “White Christmas” oder “Rudolph the red nosed reindeer”.

Pozdrevlyayu s Prazdnikom Rozhdestva!

Die russisch-orthodoxen Christen feiern ihr Weihnachtsfest am 7. Januar. Es ist das Fest der Erscheinung des Herrn. Am 6. Januar, dem Heiligen Abend, kommen die  Menschen  zu stundenlange Gottesdienste zusammen. Dabei wird viel gesungen und es finden schöne Lichter – Prozessionen statt. Die Feierlichkeiten werden in der Regel mit einem Festessen abgeschlossen.

Bescherung gibt es an diesem Tag selten, da sich die meisten Russen traditionell am Silvester gegenseitig beschenken. Dabei verkleiden sich die Kinder als Kaninchen, Schneemädchen oder Schneeflocke und warten auf Väterchen Frost. Im ganzen Land wird er mit lauter Musik begrüßt. Der alte Mann mit seinem langen roten oder weißen Mantel und einem dicken weißem Pelz um den Hals sieht unserem Weihnachtsmann recht ähnlich. Ein großer Eiszapfen ist sein Wanderstab. Mit dem Pferdeschlitten, der hoch beladen mit vielen Geschenken ist, kommt er direkt vom Nordpol.

Am 7. Januar gehen die Menschen zur Frühmesse und feiern dann im Kreise ihrer Lieben weiter. Weihnachten ist ein ruhiges Familienfest. Höhepunkt ist das Festmahl mit Weihnachtsgansessen. Es besteht in der Regel aus 12 Gerichten, für jeden Apostel Jesu einen. Für streng gläubige Christen ist die Nacht zum 7. Januar das Ende der Weihnachts-Fastenzeit, die am 26. November begann.

Fröhliche Weihnachten!

So unterschiedlich die Sitten und Gebräuche auf den verschiedenen Kontinenten auch sind, an wichtigster Stelle stehen bei allen die Selben : Familie und Freunde.  Um Ihnen zeigen zu können, dass man an sie denkt, reicht meist ein kleiner Satz !

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