Archiv für November 2009

Zeitverschiebung

November 12, 2009

Was ist, wenn die Geschwindigkeit der Berichterstattung die Geschwindigkeit von realen Vorgängen überholt?Eine Hyperbel über Online-Journalismus via GPS/UMTS (weiterlesen…)

Ich wollte doch nur leben…

November 11, 2009

Man kann nach dem berühmten Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick bekanntlich nicht nicht kommunizieren. Manchmal habe ich das Gefühl, so viel in meinem Kopf zu haben, das einfach raus muss. Nur wohin damit? Meine Familie hört mir schon lange nicht mehr zu. Und finden Sie mal Freunde, wenn sie das Herz auf der Zunge tragen. (weiterlesen…)

Kann ich das auch?

November 6, 2009

Das Interesse für Journalismus wurde durch meinen Freund geweckt, der in seiner Freizeit Computerspiele testet und darüber Rezensionen schreibt. Als ich davon am Anfang unserer Beziehung erfahren habe, war ich natürlich weder beeindruckt noch wirklich begeistert über seinen Nebenverdienst. Wie wahrscheinlich die Mehrheit der Frauen kann auch ich Computerspielen nicht wirklich etwas abgewinnen. Von daher stand ich seinem Nebenjob eher gleichgültig gegenüber.

(weiterlesen…)

Warum ich Journalistin werden möchte?

November 6, 2009

Warum werden Talkshows nachmittags ausgestrahlt? Aus welchen Gründen sehen sich vor allem Frauen Daily Soaps an? Was geschieht, wenn Männer mit Gewalt aufgeladene Musik-Videos sehen, was, wenn Frauen? Welchen Einfluss üben die omnipräsenten Medien auf unsere Meinung oder gar eine ganze Gesellschaft. Spannende Fragen, denen die Medienwirkungsforschung nachgeht. Die Medienwirkungsforschung, ein weites Feld, welches mich sehr interessiert. (weiterlesen…)

Warum ich Journalistin werden will…

November 6, 2009

Wieder ist ein Tag vorüber. Seit drei Jahren zähle ich jeden einzelnen Tag, jede Woche und jeden Monat – ich warte darauf, wieder nach Hause zu kommen.

Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, an dem ich mein Busticket nach Deutschland gekauft habe. Es war ein sehr heißer Sommertag in Bulgarien und ich saß an der Bushaltestelle und habe darüber nachgedacht, wie aufregend alles für mich sein würde. Es begann schließlich ein neues Leben für mich – für das kleine Mädchen aus dem fernen Osten.

Ich war froh, sogar stolz auf mich selbst, weil ich zum ersten Mal eine richtig gute Entscheidung getroffen habe. Ich wollte mich selbst finden, mich weiterentwickeln. Ich wollte nach Deutschland fahren, um zu studieren und damit ein neues, ungewisses Kapitel in meinem bis zu diesem Tag behüteten und sicheren Leben zu öffnen.

Der Bus fuhr los. Ich sah meine Familie, sah, wie sie sich von mir verabschiedete. Ich konnte ihre Tränen sehen und mich in sie hineinversetzen. Sie sahen zwar auch die meinen, aber nachvollziehen, warum ihre starke Tochter plötzlich so traurig und einsam aussah, konnten weder sie, noch ich.

Als ich einen Tag später in Frankfurt ankam, fühlte ich mich so alleine wie nie zuvor. Zwar sah alles bildschön aus, aber unbekannt und fürchterlich fremd. Ich habe beschlossen, stark zu bleiben und hatte im Hinterkopf die Worte meiner Mutter: „Du wirst es schaffen und denke immer daran, dass Du Deinen Traum nicht aufgeben sollst. Glaub mir, dass Du diese Entscheidung nie bereuen wirst.“

Sie ist immer davon ausgegangen, dass das Leben aus Ursachen-Wirkungszusammenhängen besteht und hat es geschafft, mich zu überzeugen, daran zu glauben, dass die Schwierigkeiten in der Gegenwart irgendwann belohnt werden.

Die ersten Monate waren sehr schwierig für mich, weil ich niemanden kannte und ich auf mich selbst gestellt war. Ich habe jeden Tag an meine Familie und an meine Freunde gedacht und mir dabei oft die Frage gestellt, ob meine Einsamkeit gerechtfertig ist und warum das Leben so kompliziert sein muss. Meine Gedanken habe ich immer aufgeschrieben und mit der Zeit wurde meine Sammlung von Gedichten, Geschichten und Erzählungen immer größer – genau wie mein Heimweh…

Heute ist wieder ein Tag vorüber, erneut ein Tag, an dem ich eine wichtige Entscheidung getroffen habe: Mein Studium ist endlich beendet und ich werde wieder nach Hause fahren. Ich nehme viele Erinnerungen, Erlebnisse und einiges an Lebenserfahrung mit – aber auch all meine Aufsätze, die ich über die Jahre geschrieben habe.

Letztendlich habe ich auch den Sinn in meinem Leben gefunden: Durch meine Erfahrung als Ausländerin und mit Hilfe meines Publizistik-Studiums möchte ich anderen, bestenfalls der Gesellschaft, nützlich sein, indem ich als Journalistin arbeite, meine eigene Sichtweise darstelle und dabei anderen Menschen die Möglichkeit gebe, ihre Meinung zu bilden und zu äußern. Ich möchte dazu ermuntern, sich Gedanken darüber zu machen, worin der Sinn des eigenen Lebens besteht und was einem selbst am wichtigsten scheint.

Immerhin kein Streber

November 6, 2009

Während andere an Aufsätzen im Deutschunterricht verzweifelten, weil sie auch nach Minuten anstrengenden Denkens immer noch ein leeres Blatt vor Augen hatten, war ich in meinem Element. Während der junge Werther viele zum Leiden brachte, Effie Briest ein viel zu weites Feld war und der Götz von Berlichingen die meisten im Arsche hätte lecken können, schrieb ich einfach drauf los.

Dabei war ich nicht besonders begabt, oder brachte die besten Noten mit nach Hause. Ich war kein Streber. Ich hatte einfach Spaß daran, Dinge zusammenzufassen, zu analysieren, interpretieren und meine eigene Meinung zu äußern. Mehr nicht.

(weiterlesen…)

Schleppender Seitenwechsel

November 6, 2009

Was heißt das? Woher kommt das? Wer braucht das? Wozu nutzt man das? In den Anfangsjahren meiner Kindheit wurde die Masse an Fragen, die ich an die Welt hatte, noch mit viel Fantasie von meinen Eltern beantwortet. Ihr Wissen schien mir unendlich. Die Welt und meine Eltern waren eins. Alle Erkenntnis lag auf der anderen Seite. Dort waren sie alle versammelt, die ERWACHSENEN.

Bloß ich fluchte weit entfernt auf der Insel WARUM und empfand, dass die Welt als großes Fragezeichen sehr ungerecht mit mir umging. Mich überkam eine große Unzufriedenheit nach neugierig gestellter Frage mit einer gegrummelten Ein-Satz-Antwort abgespeist zu werden. Meine anfängliche Faszination schlug um in ein zweifelndes „Da steckt mehr drin“.

Als ich ein wenig älter wurde, fiel mir plötzlich auf, dass sich von der Küste ein Seil zu meiner Insel spannte. Ich lernte schwimmen und das Abenteuer auf der Suche nach Antworten begann.

Alles begann mit der Liebe zum Schreiben…

November 6, 2009

Alles hat angefangen mit der Liebe zum Schreiben. Als ich entdeckte, dass es mir Spaß macht, eigene Texte zu schreiben, war ich gerade in der 8. Klasse. Ich fand es spannend, ein Thema selbst zu erörtern, Argumente gegeneinander abzuwägen und zu einem Fazit zu kommen, das mich manchmal selbst überraschte. Zur Inspiration kaufte ich mir damals Zeitschriften wie „Stern“ und „Focus“ oder auch Modezeitschriften wie „Cosmopolitan“ und „Vogue“. Es waren zwar ganz unterschiedliche Themen, auf der einen Seite Politik und Gesellschaft, auf der anderen Seite Mode und Klatsch, jedoch faszinierte mich die Art, wie die Autoren ein Thema „auseinandernehmen“ konnten. (weiterlesen…)

Crash Journalismus

November 6, 2009

Ein vermischter Geruch von Gummi, Bremsbelägen und Benzin liegt in der Luft. Qualm steigt langsam vom nassen Asphalt. 

Der PKW ist kaum noch zu erkennen, gepresst zu einem Klotz Blech und Plastik. Die Rettungskräfte kämpfen weiterhin mit allen Mitteln um das Leben der jungen Frau, die leblos am Boden liegt. Ich sehe angespannte Gesichter bei allen Beteiligten, sehe Entsetzen, Trauer, Verzweiflung und Wut über das Geschehene.

(weiterlesen…)

Kinder sind neugierig. Journalisten auch.

November 6, 2009

„Der, die, das. Wer, wie, was.
Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm.“

Viele Kinder haben die Angewohnheit, den ganzen Tag in der Frageform zu reden. Warum ist Wasser durchsichtig? Wie kann man Chef von Deutschland werden? Macht Fernsehen wirklich viereckige Augen? „Das ist eine Phase“, wissen die Eltern. Sie beantworten die Fragen so gut sie können und irgendwann werden es weniger.

Doch manchmal werden die Fragen nicht weniger. Sie werden komplizierter. Sie erstrecken sich über alle Gebiete. Wie soll man sich für einen Beruf entscheiden, wenn man Chemie genauso interessant findet wie Politik? Wenn gesellschaftliche Themen nicht weniger spannend sind als wissenschaftliche? Wenn man über alles etwas wissen möchte? (weiterlesen…)


Follow

Get every new post delivered to your Inbox.