Das Interesse für Journalismus wurde durch meinen Freund geweckt, der in seiner Freizeit Computerspiele testet und darüber Rezensionen schreibt. Als ich davon am Anfang unserer Beziehung erfahren habe, war ich natürlich weder beeindruckt noch wirklich begeistert über seinen Nebenverdienst. Wie wahrscheinlich die Mehrheit der Frauen kann auch ich Computerspielen nicht wirklich etwas abgewinnen. Von daher stand ich seinem Nebenjob eher gleichgültig gegenüber.
Dieser Umstand konnte ihn aber nicht davon abhalten, mich regelmäßig mit freudestrahlendem Gesicht darum zu bitten, mir seine Artikel anzuhören. Die ersten Male war ich darüber nicht wirklich hoch erfreut, aber die Bitte konnte ich ihm auch nicht abschlagen. Also lauschte ich seinen Artikeln und stellte fest, dass ich von seinem Spiel mit der Sprache beeindruckt war; Wenn man mal davon absieht, dass ich Mühe hatte, den Artikeln inhaltlich zu folgen. Für einen Nicht-Computerspieler wie mich stellt so ein Artikel schon fast eine Herausforderung dar.
Seine Freude daran nach packenden Formulierungen zu suchen, steckte mich dennoch an. Schon bald fragte ich mich, ob ich so etwas auch könnte oder ob mir dazu schlichtweg die Begabung fehlt. Dieser Gedanke war es auch, der mich im Endeffekt dazu bewogen hat, in diese Übung zu gehen. Alles in allem möchte ich also herausfinden, ob in mir vielleicht auch irgend ein Talent zum Schreiben schlummert, was nur noch nicht entdeckt wurde.