Archiv für November 2009

Der All-in-one-Pressemann

November 22, 2009

So schnell wie noch nie erreichen uns heutzutage die Nachrichten aus den entfernsten Ecken der Welt. “Die Zukunft hat bereits begonnen!” – schreien die Werbeslogans verschiedener Internetanbieter. Zieht man die Internetgebühren nicht in Betracht, so kann man sagen, dass jeder Mensch sich jederzeit mit einem einzigen Mausklick völlig kostenfrei den Zugang zur Information jeder Art verschaffen kann. Wenn noch vor einigen Jahren das schriftliche Wissen hauptsächlich auf dem Papier festgehalten und ausschließlich in privaten oder öffentlichen Bibliotheken bzw. in den Zeitschriftläden zu finden war, braucht man sich heute nicht mal vom Fleck zu rühren um seine Neugier zu befriedigen.

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Die Bildungsaktivisten – ein Blick hinter die Kulissen.

November 19, 2009

Ant – Student-Hochsemestler und Mitwirkender beim AK Protest.

Ob man durch den Uni-Campus auf seinem Fahrrad zu einer Vorlesung rast oder sich in die Stadt zum Einkaufen begibt, sieht man diese Woche überall wo man hinguckt ausdrucksvolle Protesttransporente und Leute mit Stapeln von Flyers in den Händen, welche die umherziehende Passanten anzusprechen versuchen. Wer sind diese Leute?
Die Antwort auf diese Frage bekommen wir aus der ersten Hand und zwar von einem der Bildungsaktivisten namens Ant. Er ist 24 Jahre alt und macht gerade seinen Hochschulabschluss. Und obwohl er bald mit seinem Studium fertig wird und die neuen Studienregelungen ihn eigentlich nicht mehr betreffen, setzt er sich trotzdem für die Rechte der Studierenden ein, dazu noch als Mitwirkender beim Arbeitskreis  “AK Protest“.

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Ohne Bildung bleiben alle doof!

November 18, 2009

Es ist ein verregneter, kalter November-Morgen. Ich stehe pünktlich um 11 Uhr vor dem Mainzer Hauptbahnhof und beobachte eine kleinere Ansammlung von Studenten, die sich bereithalten zu demonstrieren. Viele sind es noch nicht, die sich unter ihren Schirmen und zu Regenjacken umfunktionierten Einkaufstüten verstecken.

Einige wurden mit Capes, Trillerpfeifen und Flaggen von der GEW und Ver.di ausgestattet, andere halten ihre selbst gemachten Transparente hoch. „Ohne Bildung bleiben alle doof“, heißt es auf einem in Anlehnung an Sheepworld. Daneben sitzen traurig blickende, doofe Schäfchen. Ein anderes titelt „Nur Chuck Norris schafft den Bachelor in der Regelstudienzeit“. Das Lachen kann ich mir nicht verkneifen und freue mich über so viel Humor. (weiterlesen…)

Protestdemo – Studenten üben Kritik am Bildungssystem

November 18, 2009

Proteszug der DemonstrantenDunkel, düster und vor allem verregnet präsentiert sich der Dienstagmorgen. Ausgerechnet am Tag der langersehnten zweiten Ausgabe der Bildungsstreik – Demo gießt es wie aus Kübeln. Eigentlich kein gutes Wetter, um auf einen neuen Teilnehmerrekord zu hoffen. Dennoch zeigt sich hier das große Engagement der Studenten, denn mit über 2300 Teilnehmern wird die ursprüngliche Einschätzung der Veranstalter bei weitem übertroffen.

Plakat Bildungsmisere

Eine der Teilnehmerinnen ist die 25- jährige Maja. Sie studiert Publizistik und Pädagogik im fünften Semester an der Uni Mainz. Für LeOn stellt sich die polnische Studentin der Frage, was sie besonders am Bachelor stört und was man tun kann, um die aktuelle Bildungssituation zu verbessern.

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Fünf oder Fünftausend

November 18, 2009

Die Soul-Popband WagnerLove liebt jedes Publikum. Das Quartett aus dem Rhein-Main-Gebiet über ein Leben zwischen dem Mainzer Campus und gefüllten Hallen in Japan

Soulpop-Quartett in schwarzen Anzügen und Sneakers

WagnerLove

Was war das Überwältigendste, das euch in eurer Musikkarriere widerfahren ist?

TILMANN (Bassist): Als wir in Japan nach dem Konzert – ich glaube es war in Osaka oder in Fukuoka- rauskamen und Leute im Kreis um uns standen und applaudiert haben. Diese ganzen Leute! Wo du erst mal nicht wusstest, wer das jetzt ist. Das waren Leute von Radiosendern, Plattenfirmen, die einfach so einen Kreis um uns gebildet hatten und applaudierten! Und man musste dann zu denen gehen und sich verbeugen und vorstellen und dann haben die einen ganz unterwürfig begrüßt..

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FILM(Z) ab…

November 18, 2009

Noch wenige Stufen hinab.Filmz LogoDann durch die Tür. Wir sind da. Gedämpftes Licht und eine schwüle Luft umgeben uns. Es ist voll. Stimmengewirr, Lachen, und ein balkanartiger Sound vereinen sich zu einem Klangteppich. Und natürlich hängen da die Plakate an den Kellerwänden. Auch die vielen Flyer und Programmhefte sind nicht zu übersehen. Die FILMZ-Vorfreude-Party im DGB-Keller ist in vollem Gange. (weiterlesen…)

„Wer Funk und Jazz mag, muss uns erlebt haben!“

November 18, 2009

Wenn jemand sein Hobby als „endtight“ bezeichnet, muss er daran schon ziemlich viel Herzblut verloren haben. David Schiewner von der Uni Mainz ist so ein Typ. Der Lehramtstudent gibt als Schlagzeuger der Band Phunktion den Takt an.

Phunktion, das ist eine fünfköpfige Gruppe junger Musiker aus Speyer, die ihren eigenen Stil mit „2 percent Jazz und 98 percent Funky Stuff“ beschreibt. Was das genau bedeutet, kann man (wie Vieles in der Musik) nicht mit Worten erklären; man muss es gehört haben. Versucht man es dennoch, so muss man wie folgt resümieren:

Ein Groove, der zum Mitwippen anregt, knackige Soli und ein unverwechselbarer Sound, eine ganz eigene Duftmarke, die in jedem Arrangement zu erkennen ist – Das ist Phunktion.

Wir haben uns mit David über die Band, die Entstehung des „Phunktion-Sounds“ und das Leben als Schlagzeuger und Student unterhalten.

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Wie misst man Lebenszeit? Was macht das Leben aus?

November 18, 2009


Die Hochschulgruppe Musical Inc bringt im nächsten Jahr ‘Rent’ auf die P1-Bühne.

Man nehme einen mehr oder minder erfolglosen Musiker, Ex-Junkie und HIV-Infizierten, der dem nahenden Tod noch den einen großen Song vorausschicken möchte. Man nehme einen an Aids erkrankten Transvestiten, der sich als Straßentrommler durchs Leben schlägt. Man nehme eine drogensüchtige Stripperin, deren HIV-Krankheit man kaum noch erwähnen muss, eine bisexuelle Performancekünstlerin und einen homosexuellen schwarzen Anarchisten. Und man nehme, zu guter Letzt, einen mittellosen Filmemacher, der diese seine Freunde auf Polaroid festhält. Sorgfältig gemischt ergibt ein Jahr aus dem Leben jener schrillen Gruppe den Stoff für eines der erfolgreichsten Broadwaymusicals aller Zeiten: Rent.

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Shakespeare Reloaded

November 18, 2009
The Tempest
»Wir sind vom Stoff, aus dem die Träume sind« – wohl der berühmteste Satz aus „The Tempest“, jener nachdenklichen Komödie aus Shakespeares letzter Schaffensperiode, die in den vergangenen Jahren durch verschiedene Neuinszenierungen glanzvoll Wiederauferstehung feiern konnte. Das Stück wurde am 1.11.1611, also knapp fünf Jahre vor dem Tod William Shakespeare’s in London uraufgeführt.

Seit 1991 schon existiert das „Day-Old Theater“ an der Universität Mainz. In diesem Jahr hat sich die englischsprachige Gruppe erstmals an ein Stück von William Shakespeare herangetraut: Vom 16.-20. November 2009 steht „The Tempest“ auf dem Spielplan der unabhängigen Theatergruppe.

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Journalismus als persönliche Herausforderung

November 17, 2009

“Was möchtest du denn mal werden, wenn du groß bist?”

Als Kind hatte jeder von uns diese Frage bestimmt öfters von den Erwachsenen gestellt bekommen und gab darauf meistens solche Antwort wie “Ein Astronaut!“ oder “Ein Feuerwehrmann!“. Mit der Zeit verschwindet aber bei den Meisten der kindliche Traumberuf aus dem Sinn und seinen Platz nehmen neue weniger heroische Karriereziele im wirtschaftlichen, sozialen oder kulturellen Bereich an. Aber auch trotz eines auf ersten Blick harmlosen Charakters kann die Arbeit in einigen Berufsfeldern manchmal so spannend und anstrengend sein, dass man schnell zu einem Helden werden kann. Als Beispiel dafür dient der Beruf Journalismus. (weiterlesen…)


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