Warum will ich Journalist werden?

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Es stellt sich mir also die Frage, warum ich Journalistin werden möchte.

 

Was ein Journalist ist und was er tut, darüber sind sich sogar Wissenschaftler nicht einig. Es gibt viele verschiedene Definitionen. Ich stelle also fest, dass es „den Journalisten“ gar nicht gibt, nicht mal ansatzweise.
Ich bewege mich nun auf ganz dünnem Eis und versuche einmal für mich eine Definition zu finden, die mein Bild eines Journalisten am Besten wiedergibt.

 

Für mich ist der Journalist an sich ein Mensch, der in der Grundvoraussetzung gerne schreibt. Er schreibt gerne und überall, auf allen und mit allen Schreibgeräten, die es gibt. Er ist gerne kreativ, vielleicht ein bisschen chaotisch, spontan und vor allem sehr kommunikativ. Der Journalist, so wie ich ihn sehe, teilt sich gerne mit und diskutiert über verschiedene Themen. Professionalität ist seine große Stärke, die er immer wieder neu zu Beweis stellen muss.
Der Journalist liebt „positiven Stress“. Das Gefühl, gebraucht zu werden, aber zugleich zu „ müssen“, gibt ihm sozusagen „den Kick“.
Ein Journalist möchte nach „Wahrheiten“ suchen, aufdecken und informieren, die Menschen „mit Information und Wissen füttern“. Diese Dinge machen für mich persönlich einen Journalisten in der Grundvoraussetzung aus.

 

Da ich das Fach Medienmanagement studiere und eigentlich auf einen anderen „Berufsweg“ vorbereitet werde, als den des „puren“ Journalisten, sollte ich dann erklären, dass ich kein Journalist werden möchte. Aber vielleicht sollte ich Journalist werden?

 

Die von mir selbst abverlangte Grundvoraussetzung erfülle ich bestens – ich liebe es zu schreiben. In meiner Freizeit schreibe ich für unsere Vereinszeitung und bin die 1. Pressewartin. Ein kleines Stück der journalistischen Professionalität bekomme ich einmal pro Monat zu spüren, wenn der Termin des Redaktionsschlusses immer näher rückt und der Druck, die Artikel fertig zu stellen, steigt.
Ich stelle fest: Ich liebe positiven Stress.

 

Zweitens, ich bin gerne unter Menschen- ich kommuniziere gerne und viel, was nicht nur daran liegt, dass ich zum weiblichen Geschlecht gehöre, um Vorurteile, wenn auch bewiesen, außer Acht zu lassen.
Ich stelle also fest: Ich könnte Journalist werden.

 

Drittens,  ich bin voll und ganz geordnet, aber lebe doch im Chaos. Ich halte mich an Regeln, Termine und Uhrzeiten,  werde zwischendurch auch mal total verrückt. Unter Zeitdruck zu sein mag ich nicht, aber ohne Zeitdruck wird mir langweilig.
Ich stelle wieder fest: Ich könnte vielleicht Journalistin werden.

 

Viertens, ich kann mit dem Schreiben nicht mehr aufhören, sobald ich einmal begonnen habe. Diese Eigenschaft kommt mir häufig in die Quere, gerade wenn ich Vorgaben habe, an die ich mich halten muss.
Was ich also hier feststelle ist: Ich könnte auf keinen Fall Journalist werden, denn Journalisten haben fast immer Vorgaben. Ich könnte aber lernen mit Vorgaben zurecht zu kommen.
 

Fünftens, und damit komme ich zum Schluss meiner Auflistung, liebe ich Stifte. Ich gehe davon aus, dass Journalisten Stifte zumindest „gern haben“.

 

Zusammenfassend kann ich also sagen, dass ich später wahrscheinlich einen Beruf in der Wirtschaft ergreifen werde, ich aber eigentlich sehr wohl Journalistin werden könnte oder auch sollte, weil ich schlichtweg eine Menge Spaß daran hätte und bereits habe. Nur wer weiß bereits, wo er zukünftig landet? Ich halte mir jedenfalls alle Wege offen, kann aber schon sagen, dass „Journalistin“ definitiv eine sehr gute Wahl für mich sein könnte.
Schluss. Aus.  

Denise Hassinger

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