von Janek Rauhe
Seit 28 Sommern verwandelt sich der Campus der Uni Mainz in eine große Festivalfläche. Immer gegen Semesterende steigt das große AStA-Sommerfest. 1980 hat alles klein angefangen, heute kommen bis zu 20.000 Besucher. Damit ist das Sommerfest die drittgrößte Open Air-Veranstaltung in Rheinland-Pfalz. 
Mit dem Fest lädt der AStA seine Studenten, die Professoren und die Angestellten und Alumni der Uni ein, gemeinsam das nahende Ende der Vorlesungszeit zu feiern – mit reichlich Alkohol. Neben Bier- sorgen Cocktail- und Sektstände für Gelegenheit mit den Kommilitonen und Professoren anzustoßen.
Traditionell beginnt das Fest nachmittags mit dem internationalen Markt, auf dem es eine Vielzahl an internationalem Essen, Getränke und Kunsthandwerk zu kaufen gibt. Am Abend startet das Bühnenprogramm mit Live-Musik von regionalen Künstlern. In der Regel gibt es jedes Mal ein Festivalkino, auf dem Produktionen von Mainzer Studierenden der Universität sowie der Fachhochschulen gezeigt werden. Der Eintritt zum Fest ist frei und damit ist es „eines der größten nicht kommerziellen Uni-Feste-Deutschlands“ (AStA-Eigenwerbung).
Der AStA überträgt die Planung und Konzeption auf ein Organisationsteam. Jedes Jahr im Oktober wird die Ausrichtung des Fests ausgeschrieben. Der AStA wählt das beste Konzept aus und beauftragt anschließend das Orga-Team mit der Umsetzung.
Die logistische und infrastrukturelle Unterstützung bleibt aber beim AStA. So organisiert er beispielsweise die Pressearbeit oder übernimmt nach dem Fest die Abrechnung und Versteuerung. Auch inhaltlich kann er unterstützen: In diesem Jahr treten auf den Live-Bühnen die Gewinner des AStA-Bandwettbewerb auf.
Da keine Eintrittsgelder verlangt werden, setzen sich die Einnahmen nur aus dem Getränkeverkauf, den Standmieten und S
ponsorengeldern zusammen. Das Sponsoring sorgt immer wieder für Kritik. Einerseits wird kritisiert, dass zu wenig Sponsoren für das Fest gewonnen werden, anderseits wird bemängelt, dass zu viele Sponsoren mitwirken und das Fest so kommerzialisiert wird.
Falls Gewinne erzielt werden, dann fließen sie in den AStA-Haushalt und ermöglichen ihm weitere Projekte zu finanzieren – unabhängig von den Einnahmen durch den Semesterbeitrag.
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