Jobbörse stellenwerk – “Das Interesse ist auf beiden Seiten groß”

By gulletsplitter

Lehrredaktion Online sprach mit Frau Petra Giegerich über die Jobbörse “stellenwerk”, ein externer Marktplatz für Jobs, Praktikas, Diplomarbeiten und private Angelegenheiten. Studierende, als auch Absolventen finden hier mit Mindestlöhnen verknüpfte, seriöse Angebote und können darauf wohl auch in Zukunft setzen. Diese Plattform ausführlicher vorzustellen haben wir uns in dieser Woche zur Aufgabe gemacht.

LeOn: Welche Gründe gab es für die Eröffnung eines Uni-internen Jobportals? Seit wann existiert es? Inwieweit ist die Uni involviert?

Frau Petra Giegerich im BildFr. Giegerich: Seit Jahren gibt es bereits Jobbörsen auf der Homepage der Johannes Gutenberg-Universität Mainz –allerdings dezentral an verschiedenen Stellen. Hierzu zählten u.a. die WiWi-Jobbörse der Wirtschaftswissenschaftler, die Stellenausschreibungen der Universität auf der Homepage der Personalabteilung oder der Stellenmarkt im Rahmen des Career Services der Jobmesse auf den entsprechenden Webseiten. Der Zugang zu diesen Seiten erschloss sich nicht „auf den ersten Klick“. Ziel war daher, diesen Service zu verbessern, sprich: die Angebote zu bündeln und einen Zugang direkt von der Startseite der Homepage zu einem zentralen Jobportal zu ermöglichen. Dieses Portal ging Ende des Jahres 2007 an den Start und führt nun den internen und externen Stellenmarkt zusammen: http://www.jobmesse.uni-mainz.de/87.php

Beim externen Stellenmarkt haben wir uns entschlossen, mit einem externen Partner „Stellenwerk“ zusammenzuarbeiten, was zu einer weiteren Professionalisierung des Portals führte. Die Firmen können nun direkt ihre Angebote eingeben. Die Verwaltung erfolgt über „Stellenwerk“, so dass bei uns keine Personalkapazitäten gebunden werden oder Kosten anfallen (z.B. für Eingabe der Texte, Kundenberatung etc.). Zudem wird über diesen Partner das Jobportal überregional beworben.

Logo des Stellenwerkes

LeOn: Es stehen bisher nur 10 Angebote in dem Portal – wie läuft die Auswahl der Angebote? Gibt es ein spezielles Auswahlverfahren oder ist es einfach noch nicht so bekannt?

Fr. Giegerich: Es muss ein Mindestlohn gezahlt werden; zudem werden rechtswidrige, anstößige o.ä. Inhalte selbstverständlich nicht zugelassen. Weitere Auswahlverfahren bestehen nicht. Die geringere Zahl ist wohl auf das Semesterende zurückzuführen; zu Semesterbeginn waren weit mehr Angebote eingestellt. Zudem stehen auch immer nur die jeweils aktuellen Angebote im Netz, das heißt: die Gesamtzahl der Angebote ist natürlich über den Verlauf der Monate hinweg weit höher.

LeOn: Wie ist denn die generelle Resonanz bei Studenten und Firmen? (Gerade im Bezug auf die Fülle von Konkurrenzangeboten im Internet.)

stellenwerk, das Jobportal der Universität MainzFr. Giegerich: Das Interesse ist auf beiden Seiten groß – dieses Interesse bezieht sich ja nicht nur auf das Jobportal, sondern wir bieten an unserer Universität eine Vielzahl von Rekrutierungsmaßnahmen an, die sowohl von Studierenden als auch von Unternehmen stark frequentiert werden, z.B. die Jobmesse im November oder individuelle Career Days das ganze Jahr hindurch. 2007 haben wir so zur 10. Jobmesse eingeladen! Während viele andere Jobmessen in den vergangenen Jahren aufgegeben haben, wird unsere Jobmesse nach wie vor stark nachgefragt und als Plattform genutzt. Dabei arbeiten wir auch eng mit dem Hochschulteam des Arbeitsamtes oder dem Projekt Geist und Wirtschaft auf dem Campus zusammen, die weitere Aktivitäten im Programm haben.

LeOn: Liegt das vielleicht an den Preisen? Praktikumsanzeigen auf stepstone.de sind kostenfrei … (auch wenn die Preise des Stellenwerkes ansonsten verhältnismäßig niedrig sind)

stellenwerk auf der Universitäts-WebseiteFr. Giegerich: Wie gesagt, schwankt die Frequenz der Angebote mit dem Semesterverlauf. Die Einführung der Gebühr wurde von den Unternehmen kommentarlos akzeptiert. Es erreichten uns keine Beschwerden. Schließlich, wie Sie selbst sagen: Die Gebühr ist eine geringe Verwaltungsgebühr, die angesichts der Personaletats der Unternehmen wirklich nicht nennenswert ist.

LeOn: Sind Partnerschaften mit anderen Jobbörsen geplant?
Wie sieht die generelle Zukunft des Jobportals aus? Bleibt es ein Nischenprodukt?

Fr. Giegerich: Wir sehen das Jobportal nicht als Nischenprodukt. Im Gegenteil, es ist ein Baustein des Career-Services an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Und diesen Career Service werden wir in den nächsten Jahren – insbesondere als Serviceleistung für unsere Studierende – weiter ausbauen und entwickeln. Ob in diesem Zusammenhang Partnerschaften mit anderen Jobbörsen eingegangen werden – darüber wird selbstverständlich nachgedacht.

Vielen Dank für das Interview.

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