Am Wochenende lockt in Mainz das Johannisfest mit seinem kunterbunten Musikprogramm. Doch auch Wiesbaden bietet – zumindest am Montag – eine Veranstaltung, die sich sehen lassen kann.
Wer noch nicht ganz von der SWR 4-Schlagerbühne oder der dreistündigen Salsaparty als Abschluss des Johannisfests am Montag überzeugt ist , sollte den Sprung über den Rhein wagen und die Reduit in Mainz-Kastel besuchen. Dort steppt nämlich ab 18 Uhr nicht nur der Bär, sondern hoffentlich auch jeder, dessen Herz im Rhythmus von Ska und Rock Steady schlägt. Bei freiem Eintritt und einem gewaltigen Feuerwerk über dem Rhein verwandelt sich die Reduit in eine wilde Partyfestung.
Ska up your life!
Los geht’s mit Skambiance, 11 Musikern aus Belgien, die sich mit Leib und Seele dem Ska verschrieben haben. Die Instrumentalband gründete sich 2002 und besteht viel Blech, vielen Saiten und einem kleinen, feinen Rest aus Draufhauen, Rumklimpern und Zwischenrein-Gröhlen. Unter dem Motto „Party and skanking“ – übersetzt soviel wie feiern und ska-tanzen – brachten die elf seit 2004 den Ska in die belgischen Clubs und heizten dem Publikum mit meist selbstarrangierten Stücken ein. 2006 veröffentlichten sie ihr erstes Album „Ska up your life!“. Diesen Sommer werden sie vor allem auf Festivals und Konzerten in Belgien zu sehen sein. Allerdings legen sie einen kurzen Zwischenstop in der Reduit ein.
Urgestein von der Insel
Weiter gehts mit The Riffs aus London. Die fünf Musiker beschreiben ihre Musik selbst als „Funky reggae, soulful ska, get-up-&-dance music – exactly what you need for a great night out!” Mit Bass, Trompete, Saxophon, Drums, Gitarre, Keyboard und Gesang liefern die Briten einwandfreien Two-Tone-Ska, der die Beine zum Zappeln und die Reduit zum Kochen bringen wird!
„Swingin‘ Sixties“ auf Spanisch
Zum Schluss liefern die Pepper Pots eine gemütliche Swing-Variante der Musik ab. Drei anschmiegsame Frauenstimmen trällern neben Klassikern wie „Be my baby“ Wohlfühl-Lieder, Songs, die noch nach echter Musik aus echten Instrumenten klingen mit Texten, die so naiv und doch zweideutig daher kommen wie schon in den „Swingin‘ Sixties“. Die Spanier, die bei einem baskischen Label gerade ihr neues Album veröffentlichen, wecken Erinnerungen an Haarspray-Frisuren, Peticoats und unaufgeklärte Teenager, die im Mondschein in ihren Autos kuscheln.
Mal reinschauen kostet nichts
Wer noch nicht genug hat von der Umsonst-Bespaßung während dem Wochenende, der sollte sich den Montag abend in der Reduit nicht entgehen lassen. Mitfeiern kostet nichts und – seien wir mal ehrlich – man muss nicht mal Mainz verlassen…