Noch mehr exzellente Forschung an der Uni Mainz
Das Exzellenzprojekt „Material Science Mainz“ – kurz: MAINZ - hat die zweite Runde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder erfolgreich überstanden. Konkret bedeutet das: MAINZ erhält sechs Millionen Euro Fördergelder um den naturwissenschaftliche Nachwuchs der Uni Mainz in Zukunft international konkurrenzfähig werden zu lassen. Mitte Mai wurde das Graduiertenkolleg offiziell eröffnet. Lena Bassermann sprach mit Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur in Rheinland-Pfalz.
Lena Bassermann: Das Graduiertenkolleg der Uni Mainz ist nun offiziell in die Exzellenzinitiative der Bundesländer aufgenommen. Was bedeutet das für die Johannes Gutenberg-Universität?
Doris Ahnen: Für die Uni wird exzellente Forschung noch deutlicher sichtbar werden. Im Mittelpunkt steht hierbei die Nachwuchsförderung, was sehr gut für die Studierenden ist. Durch die Aufnahme in die Exzellenzinitiative wurde die Uni Mainz zu einem noch attraktiveren Standort.
Lena Bassermann: Bis im Jahr 2010 soll an den deutschen Universitäten die Umstellung der Studienabschlüsse auf Bachelor und Master abgeschlossen sein. Auch die Uni Mainz arbeitet verstärkt daran, die Maßgaben der Ziele, die in Bologna vereinbart wurden, umzusetzen.
Doris Ahnen: Die Umstellung ist notwendig, damit die rheinland-pfälzischen Universitäten auch in Zukunft international konkurrenzfähig bleiben. Dabei wurde darauf geachtet, die Vorzüge aus dem alten System zu übernehmen. Den Hochschulen des Landes ist das bisher gut gelungen.
Lena Bassermann: Im Zusammenhang der Umstrukturierung der Studiengänge wird von vielen Seiten Kritik laut: Das System wandle sich von der Bildung zur Ausbildung, die Lehre werde zu verschult und der zunehmende Zeitdruck führe gar zu psychischen Erkrankungen. Wie denken Sie darüber?
Doris Ahnen: Man sollte sehr vorsichtig damit sein, psychische Erkrankungen mit den Bachelor/Master-Studiengängen in Verbindung zu bringen. Es ist nicht einfach, eine vernünftige Balance zwischen der Struktur der Studiengänge und den konkreten Belastungen herzustellen. Meiner Ansicht nach ist uns das jedoch in Rheinland-Pfalz sehr gut gelungen.