Geballte Frauenpower

By janekrauhe

von Janek Rauhe

Es gibt mehr Studentinnen als Studenten an der Uni Mainz. Und Frauen sind öfter Opfer von Diskriminierungen und sexueller Belästigung – durch Kommilitonen aber auch durch Dozenten und Professoren. Um den Studentinnen eine Anlaufstelle bei Problemen zu bieten, gibt es seit Beginn der studentischen Selbstvertretung Ende der 60er Jahre autonome Frauenreferate.Logo des Frauenreferats

Das Frauenreferat in Mainz kümmert sich um die Belange aller Studentinnen. „Wir sind Ansprechpartner für alle Frauen. Unserer wichtigstes Anliegen ist vor Diskriminierung und sexuellen Übergriffen zu schützen“, sagt Conny Becker, 22, eine der Frauenreferentinnen. Die Frauenreferentinnen wollen als „lautes Sprachrohr“ auf Missstände aufmerksam machen. In der Vergangenheit hatten sie immer wieder Anlass dazu. Erst kürzlich bei den versuchten Vergewaltigungen auf dem Campus.

Aber nicht nur ernste Themen sind ein Anliegen des Frauenreferats. Mit der Frauenbibliothek wollen die Referentinnen auch einen Ort des Rückzugs und der Entspannung den Studentinnen bieten. In der Frauenbibliothek gibt es Bücher, Videos und DVDs zum Thema Feminismus, Gender-Studies, aber auch einfache Belletristik. Kaffee und Tee gibt’s umsonst dazu. Die Frauenbibliothek ist nur für Frauen geöffnet – außer donnerstags, dann haben auch Männer Zutritt.

Für Erstsemesterinnen bieten die Referentinnen ab diesem Semester ein Erstifrauen-Wochende an. Gemeinsam fährt man ins Frauenlandhaus Charlottenberg und lernt sich besser kennen. Neben den Spaßveranstaltungen gibt es auch Workshops um das eigene Selbstbewusstsein und Auftreten zu verbessern. Beispielsweise können die Frauen an einem Rhetorik- und einem Selbstverteidigungskurs teilnehmen.

Aber auch Lesben kommen auf dem Campus der Uni Mainz nicht zu kurz! Neben der schwul-lesbischen „Warm ins Wochenende“-Party können sie noch die L-ternative-Party jeden ersten Samstag im Monat besuchen. Im Qkaff sind dann nur Frauen erlaubt – und Männer nur in Begleitung von Frauen. Die L-ternative-Party ist keine ausschließliche lesbische Party. Sie soll Frauen – ob hetero- oder homosexuell – die Möglichkeit geben, entspannt abends wegzugehen ohne auf der Tanzfläche von Männern angegraben zu werden. Die meisten Besucherinnen sind aber trotzdem lesbisch. Veranstalter der L-ternative-Party sind die Frauenreferentinnen des AStAs. So sorgt das Frauenreferat dafür, dass alle Studentinnen profitieren – in jeder Lebenslage.

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Eine Antwort zu „Geballte Frauenpower“

  1. Mareen sagt:

    Hallo liebes Frauenreferat,
    hier ist die Frauenreferentin der Uni Düsseldorf. Ich mag Euer Bild / Logo und möchte es gerne verwenden, als Bild meiner My Space und StudiVZ Seite. Ist das ok für Euch?
    Lieben Gruß, Mareen

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