Die Entwicklung des neuen Mediums Internet eröffnet Möglichkeiten zur Entstehung verschiedener Felder der Kommunikation. Ein großer Teil davon gehört zur Unterhaltung, der Informationsvermittlung und den Nachrichten. Der Mensch wird jeden Tag aufs Neue mit dem schnellen, wechselnden Alltag konfrontiert. Schnell – das ist ein Wort, das unser Leben sehr deutlich, treffend und knapp beschreibt.
Gibt es Unterschiede zwischen den Journalisten, die für die Print Medien arbeiten und denen, die ihre Beiträge für das Internet schreiben? Auf den ersten Blick würde man sagen, dass es eigentlich die gleiche Tätigkeit ist. Im ersten Fall werden die Artikel in den Verlagen gedruckt, im zweiten Fall, dagegen Online veröffentlicht. Dieser, auf den ersten Blick kleine Unterschied, birgt in sich große Veränderungen. Die überwiegende und nicht zu übersehende Neuartigkeit des Berufes „Online-Journalismus“ fängt bei der Arbeit der Journalisten selbst an. Der Journalist steht unter größerem Zeitdruck. Deswegen benutzt er auch andere Wege, um sich die wichtigsten und bedeutendsten Information zu verschaffen. Er liest nicht nur das Geschriebene, sondern sucht vor allem Informationen im Internet. Entscheidend ist hier die Art, die Länge und die Übersicht der Nachrichten. Ein Internet-Nutzer holt sich die Informationen aus dem Internet, weil es schneller ist. Er wird sich sicher auch nicht lange auf eine Sache konzentrieren. Psychologen haben herausgefunden, dass es für Menschen die am Computer arbeiten wichtig sei, durch häufiges Klicken und Bewegen der Maus beschäftigt zu bleiben. Das erhält die Konzentration des Lesenden aufrecht. Der Internet-Nutzer „bewegt sich“ auf der Seite und bleibt nicht zu lange bei einer Sache, deswegen ist eine längere Lektüre nicht möglich.
Online-Journalismus ist ein relativ neues Berufsfeld. Sehr oft wird deswegen diskutiert, ob dieses Feld ein bestimmtes Niveau, an das die Menschen gewöhnt sind, hat. Man zweifelt daran, vor allem deswegen, weil Online-Journalismus mit der jüngere Generation der Journalisten verbunden wird. Sehr oft wird gefragt, ob die Jüngeren das journalistische „Werkzeug“ in seiner Gänze benutzen. Diese Zweifel wurden jedoch von vielen schon zur Seite geschoben. Einen großen Bruch dieses skeptischen Gedankens und Glaubens an die Möglichkeiten und Talente des Online-Journalismus hat der erste Pulitzer-Preis gezeigt. Diesen, einen der wichtigsten und traumhaftesten journalistischen Preis haben in Kategorie „ Breaking news“ die Journalisten der New Yorker Zeitung „Times-Picayune“ gewonnen. Die Artikel der Journalisten konnten wegen Hurrikan Katrina nur im Internet veröffentlicht werden. Der Online-Journalismus hat jedoch auch Menschen, die von den Kollegen beachtet werden und durch eigene Arbeit auch die Aufmerksamkeit bei den Rezipienten bekommen, was zur Berühmtheit führt. Einer davon ist Christopher Allbritton, der der Autor eines Blogs: „Back to Iraq“ ist. Genau dieser Teil des Internet, nämlich Blogs, werden immer beliebter. Blogs, die von ausgebildeten Journalisten gemacht und geführt werden, sind eine Art der Kommunikation zwischen den Journalisten und den Lesern. Man sollte sich jedoch auch die Frage stellen, wie man als Journalist davon profitieren sollte, dass man seine, nicht nur Artikel, aber auch Ideen, in das Netzt stellt. Die Multimediawelt hat größere Möglichkeiten. Warum sollte man sie nicht nutzen? Ein kurzer filmischer Beitrag, egal in welcher Form (als Bild oder Film), kann größere Beachtung bei Rezipienten erregen, da doch die bewegten Bilder immer größere Aufmerksamkeit bekommen. Die Bilder ergänzen den Text und führen zu einer gesteigerten Wahrnehmung beim Rezipienten. Sie tragen auch zur Glaubwürdigkeit des Journalisten und können das Geschehen auch realistischer darstellen. Wer etwas gefilmt oder fotografiert hat, müsste es doch mit eigenen Augen gesehen haben. Oft wird die Person des Journalisten auf seinen eigenen Bildern festgehalten.
Wie sieht jetzt die Zukunft aus? Einerseits gibt es den alten und prestigereichen Print-Journalismus, andererseits ein neues, sich ständig änderndes Medium: das Internet. Die Entscheidung fällt vielen jungen Journalisten schwer. In Wirklichkeit ist es so, dass die meisten es zuerst bei den alten Medien versuchen. Aufgrund der mangelnden Jobangebote auf dem Arbeitsmarkt müssen viele ihre Interessen doch ändern. Journalismus ist einer der beliebtesten Berufe, der viele junge Menschen anzieht. Das hat selbstverständlich Folgen für das Berufsfeld. Es gibt einfach zu viele Menschen, die behaupten das Talent für den Beruf des Journalisten zu besitzen, dieses „gewisse Etwas“ zu haben. Habe ich es auch? Vielleicht. Aber das wird sich zeigen. Online-Journalismus ermöglicht Vielen unabhängig vom Arbeitsort zu sein und stellt somit eine flexiblere Ausprägung des Journalismus dar. Gerade dies ist eine große Chance für mich. Ich kann trotz der Entfernung die journalistische Tätigkeit in meiner Heimat ausüben.