Megabit trifft Semikolon
Weblogs, Wikis, Podcasts - Tag für Tag verbringen tausende von Journalisten damit diese Begriffe mit Inhalten zu füllen. Vom hauptberuflichen Journalisten bis hin zur mitteilungsbedürftigen Hausfrau bietet das Internet jedem die Chance, Beiträge zu verbreiten.
Heute, im Zeitalter der Technik möchten wir alles schnell, zu jeder Zeit, an jedem Ort und am Besten ohne große Kosten und Aufwand. Genau diese Eigenschaften machen das Internet so interessant für den Journalismus. Das Web bietet den Rezipienten ein weit verzweigtes Netz von Informationen jeglicher Art. Sein Charakter gewährleistet es jedem, umfassende Inhalte aus verschiedensten Quellen zu schöpfen. Gleichzeitig ermöglicht es Interaktion und Kommunikation.
Viele Arbeitsvorgänge wie Recherchieren, Schreiben und Redigieren decken sich mit denen einer herkömmlichen Redaktion. Allerdings verschafft das World Wide Web ungeahnte Möglichkeiten - sowohl den Journalisten, als auch den Usern. Im Gegensatz zu Printmedien und Rundfunk können online Daten aller Art veröffentlicht werden: Texte, Fotos, Videos, Audíodateien – den Redakteuren sind keine Grenzen gesetzt. Sie können eine multimediale Welt schaffen. Hyperlinks erlauben es den Rezipienten zudem, sich selbst durch das Angebot zu navigieren. Aktive Teilnahme ist den Usern auch durch das Veröffentlichen eigener Beiträge in Blogs und Chaträumen ermöglicht. Im Internet lassen sich nahezu unbegrenzt Beiträge veröffentlichen und das immer aktuell und von jedem Ort aus.
Allerdings bringt das Medium „Internet“ nicht nur Vorteile mit sich, sondern stellt die Redakteure ebenso vor neue Herausforderungen: Theoretisch ist einer Online-Redaktion kein Redaktionsschluss gesetzt, in der Realität sieht das anders aus. Gerade die Möglichkeit der absoluten Aktualität verpflichtet die Journalisten, wichtige Ereignisse sofort oder möglichst zeitnah zu veröffentlichen. Auch der Leseprozess am Bildschirm unterscheidet sich von dem der Printmedien: Er ist ermüdender, die User scannen die Beiträge anstatt sie komplett zu lesen. Diese Umstände zwingen Online-Redakteure dazu kürzere, prägnantere Sätze zu formulieren. Neben journalistischen Fähigkeiten sind nun auch Computerkenntnisse gefragt. Das Bereitstellen von Inhalten im Web ist ohne grundlegendes Wissen über Software genauso wenig möglich wie das Rezipieren derselbigen.
In den letzten Jahren hat sich das Internet zu einem gleichberechtigten Medium entwickelt. Täglich nutzen Millionen von Menschen weltweit ihren Computer um Beiträge zu lesen, zu hören, zu sehen oder um eigene Inhalte zu veröffentlichen. Der Online-Journalismus hat sich als wichtiger medialer Zweig etabliert und ist aus der heutigen Medienwelt nicht mehr wegzudenken.